Daniel Küblböck auf AIDAluna vermisst

Am Sonntagmorgen war AIDAluna auf dem Weg nach Neufundland. Kurz vor der kanadischen Küste ging ein Mann über Bord, das Rettungsmannöver wurde eingeleitet. Was ist passiert?

AIDAluna war unterwegs nach NEw York - Foto: AIDA Cruises

AIDAluna befand sich gerade auf Transreise von Kiel nach New York. Über Norwegen, Schottland, Island und Grönland nahm das Kreuzfahrtschiff Kurs auf St. Johns (Neufundland) in Kanada. Laut Berichten von Urlaubern in einem Kreuzfahrt-Forum ereignete sich der Vorfall gegen 5 Uhr Ortszeit am 09. September 2018. Es wurde ein Rettungsmannöver eingeleitet, da der Verdacht von Mann über Bord aufkam.

Das Rettungsmannöver

Via Lautsprecheranlagen wurden die Passagiere informiert, dass eine Anwesenheitskontrolle stattfinden wird. Dabei wurde festgestellt, dass ein männlicher Gast fehlend ist. Vermisst wird der aus der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) bekannte Daniel Küblböck. Das Schiff stoppte umgehend, fuhr zur vermuteten Stelle zurück und schiffte im Suchmannöver, um den Vermissten zu finden. Zur Verstärkung wurden die örtlichen Behörden herbeigerufen. Ebenfalls soll sich die MS Zuiderdam an der Rettungsaktion beteiligt haben.

Daniel Küblböck ist vermutlich gesprungen

AIDA Cruises bestätigt inzwischen den Vorfall. Es gebe Grund zur Annahme, dass Daniel Küblböck von Bord gesprungen sei. „Das ist unsere Vermutung“, sagte AIDA Sprecher Hansjörg Kunze. Ein Augenzeuge will gesehen haben, wie dieser freiwillig gesprungen sein soll. Der Vorfall ereignete sich etwa 100 Meilen vor der kanadischen Küste. Dort ist bereits 1912 auch die Titanic gesunken.

Daniel Kaiser-Küblböck, so heißt er seit seiner Erwachsenen-Adoption, war privat an Bord. Er soll in Begleitung seiner Adoptiv-Mutter gewesen sein. An Bord soll er sich auffällig aggressiv und unhöflich Verhalten haben. Bevorzugt war er wohl in Damenkleider unterwegs.

Inzwischen schwindet die Hoffnung, den Sänger und Entertainer noch lebendig zu finden. Nach einem Tag der intensiven Suche ist die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering ihn wiederzufinden. Die Wassertemperatur beträgt zu aktuell um die 10,5 Grad. Ohne Hilfe liegen die Überlebenschancen bei nur wenigen Stunden.

Wie geht es jetzt weiter? Auf Grund der Suchaktion wird die Kreuzfahrt nach New York sicher nicht regulär weitergehen. AIDAluna hat die Suche inzwischen abgebrochen. Der Stopp in St. John’s ist bislang ausgefallen und AIDAluna fährt weiter nach Halifax. In wie weit sich der weitere Verlauf der Seereise noch ändern wird, ist aktuell noch nicht bekannt.