Reisebericht Mein Schiff 6

Hintergrundinformationen zur Vorfreudefahrt I

Pünktlichkeit zahlt sich in der Kreuzfahrtindustrie buchstäblich aus: Da die Mein Schiff 6 von TUI Cruises früher als geplant fertig geworden ist, war es der Reederei auch in diesem Jahr möglich, Kreuzfahrten mit dem neuen Flaggschiff noch vor der offiziellen Taufe anzubieten. Diese „Vorfreudefahrten“ -insgesamt sind es vier an der Zahl- haben wie auch im vergangenen Jahr auf der Mein Schiff 5 eine ganz wichtige Funktion: Sie dienen dazu, das Team unter „normalen“ Reiseverhältnissen mit den ersten zahlenden Gästen zu trainieren und auf die erste offizielle Tauffahrt vorzubereiten. Ich habe mir die Möglichkeit natürlich nicht nehmen lassen und bin vom 16. bis 19. Mai 2017 an Bord gewesen, damit ich einen ersten Eindruck erhaschen und für euch diesen Reisebericht zur Vorfreudefahrt I der Mein Schiff 6 schreiben kann.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr auf der Vorfreudefahrt der Mein Schiff 5 ging es auch in diesem Jahr für mich in Kiel an Bord. Von hier aus ging es dann ohne Seetag direkt nach Aarhus (Dänemark), der europäischen Kultur-Hauptstadt 2017, und im Anschluss dann nach Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks. In Kiel wurde die Vorfreudefahrt I dann wieder beendet. So viel kann ich euch bereits jetzt verraten: Fans der bisherigen Schiffe von TUI Cruises werden die kleinen, aber feinen Änderungen lieben! Da die Mein Schiff 6 Baugleich zur Mein Schiff 5 ist, werde ich in meinem Reisebericht zur Mein Schiff 6 zum größten Teil auf die Neuheiten beziehungsweise Unterschiede zum Vorgängerschiff eingehen.

Reisebericht Mein Schiff 6 Vorfreudefahrt I – Inhalt

Kurzbericht Vorfreudefahrt I – Testen für die Taufe

Wie eingangs schon erwähnt, dienen die Vorfreudefahrten im besonderen Maße dazu, die Crew für den regulären Start des Schiffs nach der Taufe zu trainieren. Die Crew besteht zwar zu 70% aus Mitgliedern, die bereits mit vorherigen Schiffen der TUI Cruises Flotte gefahren sind, dennoch ist es hier besonders wichtig alle Mechanismen für den Ernstfall einzustudieren. Auch das Team in den Restaurants muss sich auf alle Abläufe einstellen damit ein reibungsloser Service an den Bars, in den Restaurants sowie allen anderen Serviceabteilungen möglich ist. Im besten Fall soll kein Gast bemerken, dass hinter den Kulissen etwas schief gelaufen ist. Und in diesem Punkt muss ich ganz klar sagen: Chapeau! Waren im vergangenen Jahr auf der Mein Schiff 5 deutliche Defizite sichtbar (kalte Mahlzeiten, lange Wartezeiten zwischen den Gängen), ging diesmal alles sehr flott und völlig zufriedenstellend von der Hand. Selbst wenn im Atlantik-Restaurant das falsche Essen serviert wurde, so wurde einem umgehend die richtige Mahlzeit gebracht. Man merkt an jeder Ecke, dass die Crew besser eingespielt ist, sodass man die Reise noch entspannter genießen konnte.

Besuch des „Start-Ups-Teams“  – Kapitän, General Manager und Cruise Director

„Das ist so gewollt und wird von der ersten Sekunde an trainiert, nachdem die internationale Crew in Turku an Bord geht“ erklärte General Manager Thomas Eder, mit dem ich und weitere Pressevertreter in einer gemütlichen Runde sprechen konnten. Der sympathische Österreicher, der schon mehrmals zur „Start-Up-Crew“ (die Crewmitglieder, die die ersten Monate auf einem neuen Schiff verbringen) eines neuen Schiffes von TUI Cruises angehört hat, erläuterte uns detailliert, welche Arbeiten in den vergangenen Wochen für die gesamte Crew angefallen sind: Über 750.000 Gegenstände im Hotelbereich -Kopfkissen, Handtücher, Laken und viele weitere Dinge- müssen eingeräumt und in den einzelnen Kabinen verteilt werden, die Crew muss das Sicherheitskonzept zu 110% verinnerlichen, die Künstler müssen sich mit den Gegebenheiten im Theater vertraut machen, Gläser, Teller und Besteck müssen einsortiert werden und und und: Die Liste ist astronomisch lang! Unterstützt wird der General Manager von seiner „rechten Hand“, dem Cruise Director Stephan Zimmermann. Besonders was die direkte Gästebetreuung betrifft sorgt er dafür, dass sich alle an Bord möglichst wohlfühlen. Zudem ist er die „Stimme“ des Schiffs, macht nahezu alle Durchsagen an Bord und zeigt sich am Abend überwiegend im Theater bevor die Aufführungen beginnen. Beide wirkten sehr sympathisch und sind auch bei den Gästen sehr beliebt, daher ist es auch völlig verständlich, dass sie regelmäßig die „Auserwählten“ sind, die die neuen Schiffe der TUI Cruises Wohlfühlflotte „einfahren“dürfen. Wer sich schon immer gefragt hat, wie lange General Manager und Cruise Director an Bord sind: Beide sind im Normalfall durchgängig vier Monate an Bord und haben im Anschluss dann zwei Monate Urlaub. Klingt viel? Bedenkt man, dass beide in den vier Monaten durcharbeiten und keinen Tag frei haben, relativiert sich die Urlaubszeit und ist auch in der Länge völlig gerechtfertigt.

Kapitän Kjell Holm ist eine echte Legende bei TUI Cruises, er ist nämlich der Kapitän, der die Brücke nach seinen Wünschen planen und dann auch als Erster testen kann. Er hat alle bisherigen Schiffe der TUI Cruises Flotte von Beginn an übernommen und gesteuert. Doch nicht mehr lange, während unseren Besuchs hat er durchblicken lassen, dass er spätestens mit 70 Jahren (Geburtstag: 7. September 1949) in den Ruhestand gehen möchte. Die „Neue Mein Schiff 1“ – vielleicht auch noch der Nachfolger- werden wohl die letzten Schiffe sein, die der sympathische Finne nach der Fertigstellung sicher in den ersten Hafen fahren wird.

Schlemmen im Atlantik, Schmankerl und Hanami – by Tim Raue

Zur Vorfreudefahrt gehört auch immer ein Test der Spezialitätenrestaurants, die im Heck des Schiffs ganz besondere Mahlzeiten für euch bereit halten. Das Essen hier müsst ihr zwar selbst bezahlen, doch lohnt sich der moderate Aufpreis in jedem Fall. Zur Wahl stehen das Steak-Restaurant „Surf & Turf“, das asiatisch angehauchte „Hanami – by Tim Raue“ und das „Schmankerl“, welches bayrisch-österreichische Kost anbietet. Ich hatte die Möglichkeit die letzten beiden Spezialitätenrestaurants zu testen und kann ohne zu viel ins Detail zu gehen sagen, dass ihr bei eurer nächsten Reise mit der Mein Schiff 6 oder Mein Schiff 5 (beide Restaurants befinden sich auch auf dem Vorgänger) unbedingt einmal in diesen Restaurants essen gehen solltet. Die Mahlzeiten im Schmankerl sind eher deftig und auf der Karte findet ihr alle Klassiker, die ihr aus eurem Österreich-Urlaub schon kennen gelernt habt: Wiener Schnitzel, Brettljause, Kaiserschmarrn, Knödel, Käsespätzle und und und. Die Portionen sind groß genug, damit auch die hungrigsten Mäuler zufriedengestellt werden. Das Essen im Hanami – by Tim Raue kann man nicht so einfach erklären, denn neben typisch asiatischen Gerichten (zum Beispiel Sushi oder Miso-Suppe) findet ihr auch zahlreiche Fleischgerichte auf der Karte. Die Variationen sind besonders und sorgen für eine echte Geschmacksexplosion auf der Zunge. Das Sushi ist ein echter Gaumenschmaus!

Wer nicht draufzahlen möchte, hat mit dem Atlantik-Klassik und Atlantik-Mediterran zwei sehr gute Alternativen mit Service am Platz. Aus mehreren Menüs (unter anderem neu: ein veganes Menü) stellt ihr euch ein eigenes Menü zusammen, das aus maximal 5 Gängen besteht. Wenn euch eine Mahlzeit besonders ins Auge springt, könnt ihr es hier sogar als Zwischengang und auch als Hauptgang bestellen, der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Das Atlantik-Klassik setzt auf überwiegend deutsche Kost, beispielsweise Steak mit Kartoffelpüree und Gemüse, Blumenkohlsuppe und Eis als Dessert. Im Gegensatz dazu sind die Mahlzeiten im Atlantik-Mediterran etwas leichter und ihr könnt euch sogar euer eigenes Pastagericht kreieren. Beide Restaurants kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Die Wartezeiten zwischen den Gängen waren selbst als es irgendwann voller wurde sehr kurz und hatte man sich für die kompletten 5 Gänge entschieden, war man satt genug, um ein paar Stunden ohne Zwischensnack zu überstehen.

Fahrradtour in Kopenhagen

Die Fahrradtouren gehören bei fast jeder Kreuzfahrt zu den beliebtesten Ausflügen überhaupt, Grund genug also für mich den Helm auf den Kopf zu schnallen und die Tour durch Kopenhagen einmal mitzumachen. Der insgesamt 6-stündige Ausflug war die perfekte Möglichkeit alle Highlights der Stadt innerhalb so kurzer Zeit zu besuchen. Dabei muss an dieser Stelle jedoch gesagt werden, dass Kopenhagen zu den fahrradfreundlichsten Städten der Welt gehört. Es war also kein Problem mit der Reisegruppe (ca. 20 Personen) bei einem ganz entspannten Tempo durch die Innenstadt zu radeln. Finn, unser Guide, hatte alles im Griff und hat uns an den wichtigsten Hotspots interessante Infos zu den Bauwerken und auch der Geschichte der Stadt gegeben. Zwischendurch hat man auch mal Zeit vom Fahrrad zu steigen und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, die meiste Zeit befindet man sich jedoch im Sattel und genießt die tolle Stadt. Ich würde behaupten, dass man während der 6 Stunden nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten einmal zu Gesicht bekommt!

Mein Fazit: Wenn jeder andere Fahrradausflug nur halb so viel Spaß bringt, kann ich diese zu 100%iger Sicherheit weiterempfehlen. Netter Nebeneffekt: Ihr tut etwas für eure Gesundheit und euer Gewissen, denn bei so viel leckerem Essen an Bord tut ein bisschen Sport auf jeden Fall sehr gut.

Neuheiten auf der Mein Schiff 6

Als ich die Mein Schiff 6 betreten habe, fühlte ich mich direkt in das vergangene Jahr zurückversetzt, da die Ähnlichkeiten zwischen der Mein Schiff 6 und der Mein Schiff 5 frappierend sind. Man muss schon mit der Lupe suchen, um die Unterschiede zu erkennen, aber keine Sorge: Es gibt sie! TUI Cruises baut hier besonders auf die Meinungen der Gäste, die mit ihrem Feedback wichtige Denkanstöße geben für die nachfolgenden Schiffe geben. Auf der Mein Schiff 5 habe ich beispielsweise einen Whirlpool auf dem X-Lounge Sonnendeck (dem Bereich für Suitengäste) vermisst: Auf der Mein Schiff 6 ist dieser nun endlich zu finden. Ähnliches trifft auf die Arena auf dem Sportdeck zu, diese ist nun nämlich überdacht und bietet effektiven Schutz vor der Sonne. Besonders wenn sich das Schiff Ende des Jahres auf den Weg in die Karibik macht, muss man hier keine Angst vor einem schmerzhaften Sonnenbrand machen.

Besonders interessant ist der Escape Room, der die Gäste am Tag zu einem spannenden Spiel einlädt. Bei diesem interaktiven Spiel für bis zu 6 Personen muss man innerhalb einer Stunde mehrere Rätsel lösen, um aus dem Raum zu gelangen. In der gesamten Abtanzbar sind dafür Hinweise versteckt, mit denen man der Lösung gemeinsam mit den Mitspielern auf die Spur kommen soll. Die Aufgaben sind zum Teil ziemlich knifflig und man muss schon ganz genau hinschauen und kombinieren, um in der Zeit zu bleiben. Kommt ihr einmal nicht weiter, könnt ihr jedoch bis zu drei Mal pro Rätsel um Hilfe rufen: Ein kleiner Tipp soll euch der Lösung dann ein kleines Stück näher bringen. Wer es selbst ausprobieren möchte, sollte den Raum im Voraus buchen, da das Spiel nur zwei- bis dreimal täglich gegen einen Aufpreis (15€/Person) angeboten wird.

Das war es dann auch schon mit den „offensichtlichen“ Neuheiten auf der Mein Schiff 6. Kenner werden natürlich viele Kleinigkeiten erkennen, die bisher noch nicht so an Bord der Mein Schiff Flotte zu finden waren. Dazu gehören zum Beispiel gemütliche Strandkörbe an Deck oder die Umgestaltung der Schau Bar in einen Jazz Club.

Konzept und Kabinen

Am allgemeinen Konzept von TUI Cruises hat sich auch auf der Mein Schiff 6 nichts geändert. Durch die „Premium Alles Inklusive“ Verpflegung könnt ihr einen Urlaub an Bord verbringen ohne einen einzigen Cent dazuzahlen zu müssen. In allen Bars (ausgenommen: Diamant Bar und Champagner Treff) habt ihr eine Auswahl an 100 Markengetränken, die ihr ohne Aufpreis bestellen könnt. Darunter befinden sich zahlreiche namhafte Tropfen, ihr bekommt also keinen billigen Fusel ohne Aufpreis vor die Nase gestellt. Dazu gesellen sich die beiden Bedienrestaurants Atlantik-Klassik sowie das Buffetrestaurant Anckelmannsplatz dazu, die ebenfalls schon im Reisepreis enthalten sind. Das Gleiche gilt für das GOSCH Sylt, das eine Mischung aus Buffet- und Bedienrestaurant ist. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen euch mit dem Tag & Nacht Bistro (Pommes, Currywurst und Burger; 24 Stunden geöffnet), der Bosporus-Snackbar (Döner), der Backstube (Bäckereiprodukte), der Außenalster Grill & Bar (Tapas) und der Osteria (Pizza & Pasta; teils gegen Aufpreis) vier weitere Möglichkeiten zur Verpflegung ohne Aufpreis zur Verfügung.

Im Heckbereich des Schiffs -der „Großen Freiheit„- sind alle Bars und Restaurants aufpreispflichtig. Dazu gehören die Diamant Bar, der Champagner Treff, das Surf & Turf Steakrestaurant, das Hanami – by Tim Raue und das Schmankerl. Ein Besuch hier lohnt sich allemal, die ohnehin schon guten Mahlzeiten der Hauptrestaurants werden hier nochmals getoppt!

Auch die Kabinen unterscheiden sich nicht sonderlich von den Kabinen der Mein Schiff 5. Ich war auf der Kabine 6170 im Heck untergebracht und habe keinerlei Lärm, sei es von den Motoren oder dem öffentlichen Deck eine Etage tiefer, mitbekommen. Besondere Schwankungen aufgrund der Lage konnte ich auch nicht ausmachen. Wie üblich befindet sich von Haus aus eine Kaffeemaschine inkl. Kapseln an Bord, von denen zwei Kapseln pro Tag (eine Kapsel pro Person) im Reisepreis enthalten sind. Es handelt sich hierbei um handelsübliche Nespresso-Kaffeekapseln, die ihr theoretisch auch von Zuhause aus mit an Bord nehmen könnt. Ihr findet hier zudem einen Fön, Duschgel, Shampoo und Pflegespülung, ein TV mit deutschem Fernsehprogramm, eine Klappcouch, ein Schreibtisch und zwei Stühle + Tisch auf dem Balkon. Die Innenkabinen sind ebenfalls sehr großzügig geschnitten und bieten sehr viel Platz für einen kleinen Preis.

Fazit – Wer sollte eine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 6 buchen?

TUI Cruises bleibt seiner Linie auch auf der Mein Schiff 6 treu: Das ganze Konzept des Schiffes zielt darauf ab, dass sich die Gäste von Beginn an wohl fühlen und sich keine Gedanken um Getränkepreise, Essenszeiten oder sonstige Zusatzkosten machen müssen. Wer möchte, kann eine wundervolle Kreuzfahrt ohne jeglichen Aufpreis erleben: Das Essen in den Atlantik-Restaurants ist hochwertig, abwechslungsreich und auch die Wartezeiten haben sich im Gegensatz zur Mein Schiff 5 verbessert. An den Bars zeigt sich das gleiche Bild: 90% der Karte sind inklusive, dazu auch alle gängigen Cocktails von Caipirinha, Long Island Iced Tea, Mojito oder Sex on the Beach. Dieses Konzept macht die Kreuzfahrten in den meisten Fällen zwar im Grundpreis teurer als bei der direkten Konkurrenz, rentiert sich jedoch sehr schnell, selbst bei moderatem Alkoholkonsum.

Auch wenn die Crew diesmal wieder aus über 40 verschiedenen Nationalitäten besteht, kann man sich mit fast allen zumindest ein wenig wenig auf Deutsch unterhalten. Sie sind selbst zu Stoßzeiten sehr aufmerksam und schnell wenn es darum geht die Bestellungen zu erfüllen. Man merkt, dass die Damen und Herren wirklich Spaß an ihrem Job haben, der definitiv nicht allzu einfach ist.

Weiterhin sind mir viele Kleinigkeiten positiv aufgefallen: So gibt es hier und da zusätzliche Sitzmöglichkeiten (beispielsweise im Einkaufsbereich „Neuer Wall“), das angenehmere Licht in manchen Bars, die kurzen Wartezeiten zwischen den Gängen in den Hauptrestaurants oder auch die Überdachung der Arena. Hier wurden die richtigen Schlüsse aus den Gästebefragungen gezogen und umgesetzt! Einen Kritikpunkt habe ich jedoch und zwar das leidige Thema Entertainment: Die Taufshow „Wellenreiter“ im Theater hält dem insgesamt sehr hohen Niveau des Schiffs nicht stand und kann sich in keinster Weise mit dem grandiosen Entertainment auf US-amerikanischen Schiffen (Norwegian Cruise Line, Royal Caribbean) messen. Dabei meine ich weniger die Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler, die auf jeden Fall eine gute Arbeit leisten, sondern eher das Stück an sich, das im Drehbuch ein paar Schwächen hat. Aber auch das ist natürlich Geschmackssache. Hier erwarte ich in Zukunft jedoch mehr von TUI Cruises. Die Hologramm-Shows im Studio sind im Gegensatz dazu sehr kurzweilig und machen definitiv Spaß!

Wer sollte sich also für eine Kreuzfahrt auf der Mein Schiff 6 entscheiden? Im Gegensatz zum deutschen Mitstreiter AIDA Cruises kann man mit Sicherheit behaupten, dass sich das Publikum größtenteils von dem der TUI Cruises Flotte unterscheidet. Ihr findet hier viele Damen und Herren über 50 Jahre, die eventuell mit ihren Enkeln an Bord sind, aber auch junge Familien Mitte/Ende 30, die einfach nur an Bord entspannen möchten. Die Abtanzbar war während der Vorfreudefahrt zwar jeden Abend sehr gut gefüllt (und es wurde auch sehr gut getrunken), der Fokus liegt hier an Bord jedoch zu 99% bei der Erholung. Die Mein Schiff 6 ist meinem Verständnis nach ein Schiff für diejenigen unter euch, die nicht auf die Ausgaben an Bord achten und ihren Alltag einfach ein wenig entschleunigen möchten. Diejenigen, die nach einem Ausflug nicht durch das Buffetrestaurant hetzen, sondern ganz entspannt wie in einem Restaurant essen gehen möchten sind hier genauso richtig wie diejenigen, die es lieben am Abend den ein oder anderen Cocktail zu trinken und den Abend ausklingen zu lassen. In all diesen Fällen könnt ihr euch auf ein tolles Produkt freuen, das in den letzten Jahren mit Beginn der Mein Schiff 3 immer weiter perfektioniert wurde. Wir können gespannt sein, wie die „neuen“ Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 das Angebot an Bord mit ihrer gestiegenen Gesamtgröße erweitern werden. Eins kann ich euch mit Sicherheit sagen: Euer Captain Kreuzfahrt wird ebenfalls an Bord sein!

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