Messe BoatFit in Bremen: Nehmt das Steuer selbst in die Hand und fahrt einen Seenotrettungskreuzer

ack_seenotrettungsboot_konrad_ottoSeit 1865 ist die Arbeit der Seenotretter freiwillig, unabhängig und spendenfinanziert. In diesem Jahr wird die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 150 Jahre alt. Zum Jubiläum erleben „Boatfit„-Besucher etwas ganz  Besonderes: Sie können an Land einen Seenotrettungskreuzer steuern – an einem Original-Simulator.

Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Oft sind sie gerade dann auf Nord- und Ostsee unterwegs, wenn andere Schiffe Schutz im sicheren Hafen suchen – Jahr für Jahr mehr als 2.000 Mal. Die oft gefahrvollen Einsätze finden in der Regel unter Aus­schluss der Öffentlichkeit statt. Doch jetzt können Freunde der Seenotretter virtuell an Bord gehen und mitfahren.

An einem ehemaligen Fahrstand des Ausbildungssimulators der DGzRS lassen sich mittels Original-Fahrhebeln und -instrumenten Ausschnitte des realitätsnahen PC-Simulators „Die Seenotretter“ spielen. Auf dem speziell für Messen und Veranstaltungen umgebauten Original-Fahrstand läuft die 2013 vom PC-Spiele-Entwickler „Reality Twist“ nach Einsatzunterlagen der DGzRS entwickelte Spielesoftware, die unter dem Namen „Schiff-Simulator: Die Seenotretter“ von „rondomedia“ vermarktet wird.

Außerdem gibt es am Seenotretter-Messestand beeindruckende Filmaufnahmen von einer Schwerwetterfahrt auf der Nordsee zu sehen. Die Teilnehmer einer Rätselaktion können eine Kontrollfahrt auf einem Seenotrettungskreuzer gewinnen. Wer vor Ort wiederum regelmäßiger Förderer wird, bekommt den exklusiven Förderer-Pin der Seenotretter. Und wer bereits vor dem Messebesuch zu diesem Kreis gehört, erhält bei Vorlage seiner DGzRS-Förderkarte ermäßigten Eintritt.

Messe BoatFit – Praktische Tipps von den Seenotrettern

Auch praktische Tipps aus erster Hand für das richtige Veack_seenotrettungsboot_wilma_sikorski_09_2014rhalten im Seenotfall geben die Seenotretter vom 27. Februar bis 1. März. „Grundsätzlich sollte man uns lieber zu früh als zu spät rufen“, sagt Ulrich Fader, Vormann des Bremerhavener Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER. Die Seenotretter möchten Wassersportlern die Angst vor Fehlern am Funkgerät nehmen. Faders Vortrag „BREMEN RESCUE RADIO, Fehlalarm – Wie verhalte ich mich?“ ist am Freitag um 16 Uhr und am Samstag um 11 Uhr im „Forum Seemannschaft“ in Halle 6 zu hören.

Auf jede Minute kommt es an, wenn ein Crewmitglied außenbords gefallen ist. Vormann Fader rät: „Nicht lange selber rumdoktern, sondern die Seenotretter rufen.“ Der Vortrag „Mensch über Bord, die Crew ist gefragt! Rettungsmittel auf Nord- und Ostsee“ beginnt am 27. Februar um 13 Uhr, am 28. Februar um 17 Uhr und am 1. März um 16 Uhr, ebenfalls in Halle 6.

Messe BoatFit – Lesung mit Dirk Böhling

Und auf dem Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER spielt auch das Kinderbuch „Der Untergang der Johanne – und wie daraus eine rettende Idee wurde“. Autor Dirk Böhling wird am Freitag um 15 Uhr im „Forum Holz“ in Halle 7 aus seinem neusten Werk lesen. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und das Unglück des Auswandererschiffes „Johanne“ vor Spiekeroog gab einen entscheidenden Anstoß für den Ruf nach einem organisierten Seenot­rettungswerk mit ständig einsatzbereiten Stationen entlang der Küste und auf den Inseln. Zehneinhalb Jahre später, am 29. Mai 1865, vor beinahe 150 Jahren, mündeten diese Bemü­hungen in die Gründung der DGzRS.

Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwen­dungen. Auf 54 Stationen an Nord- und Ostseeküste sind rund 1.000 Seenotretter auf 60 Rettungseinheiten im Einsatz. Seit der Gründung vor 150 Jahren wurden mehr als 81.000 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit.

Zum Jubiläum stellt die DGzRS während einer „Woche der Seenotretter“ Ende Mai/Anfang Juni in Bremen und Bremerhaven zwei neue Rettungseinheiten in Dienst und erwartet Gäste aus aller Welt. Mehr dazu: www.150-jahre-seenotretter.de

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