Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen

So kann man sich schützen!

Kreuzfahrten boomen und von Jahr zu Jahr kommen immer mehr Gäste und Passagiere an Bord. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Gefahr von Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen steigt, denn das Risiko eines Ausbruchs ist erhöht, je mehr Menschen sich für eine gewisse Zeit auf engstem Raum befinden. Erst Anfang des Monats brach das Norovirus an Bord eines Luxusschiffs aus und infizierte zahlreiche Menschen an Bord. Und auch in den Jahren kam es auf den verschiedensten Kreuzfahrtschiffen zu Zwischenfällen mit unterschiedlichen Krankheiten. Ob Norovirus, Grippe oder andere Krankheiten auf See – Sowohl die Passagiere als auch die angefahrenen Länder fürchten sich vor Seuchen und Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen. Beruhigend für die Reisenden an Bord ist, dass sich mindestens ein Schiffsarzt an Bord befindet und Betroffene im Notfall im Bordhospital behandelt werden können.

Doch wie kommt es überhaupt zu einem Ausbruch von Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen? Früher galt das sogenannte Rattenzertifikat – Eine Bescheinigung darüber, dass keine Ratten und Nagetiere als blinde Passagiere an Bord waren! Heutzutage wird das Kreuzfahrtschiff vor Beginn der Reise auf Herz und Nieren überprüft und sticht insofern virenfrei in See. Neben der strengen Überprüfung der Lebensmittel wird unter anderem auch die Sauberkeit des Hospitals kontrolliert. Darüber hinaus müssen die Passagiere beim Boarding schriftlich versichern, dass sie gesund sind! Doch anscheinend nehmen es einige Passagiere mit der Wahrheit nicht so ernst und nehmen eine mögliche Erkrankung leicht auf die Schulter. Eine anschließende mangelnde Hygiene an Bord verbreiten dann die Keime und Erreger im Nu auf dem Schiff. Auf die Fragen wie man sich vor solchen Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen am besten schützt und wie man am besten keimfrei cruist geben euch die nächsten Zeilen Antwort!

Inhalt – Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen

Seekrankheit auf Kreuzfahrtschiffen

Seekrankheit kann eine Kreuzfahrt schnell zum Albtraum machen. Die Seekrankheit ist eine Unterform der Kinetose (Reisekrankheit) und kann bei betroffenen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt sein! Somit neigen einige Menschen stärker zur Seekrankheit als andere. Verschiedene Sinneseindrücke stehen bei diesem Phänomen im Konflikt und bewirken Symptome wie Müdigkeit, Schweißausbrüche, Blässe und Herzrasen bis hin zu Stimmungsschwankungen. Meistens tritt Seekrankheit kurz nach dem Start einer Kreuzfahrt auf kleineren Schiffen auf, die im Gegensatz zu großen Dampfern nicht mit Stabilisatoren ausgestattet sind. Somit kann das kleine Schiff den Wellen kaum entgegenwirken!

Doch welche Ursachen stecken bei einer Seekrankheit dahinter? Das Gehirn erhält bei Seegang unterschiedliche Signale, die zu einer Gleichgewichtsirritation führen. Denn der Wellengang ist zwar durch das Schaukeln des Schiffs zu spüren, allerdings werden die Bewegungen vom Auge nicht bestätigt. Diese widersprüchlichen Signale kann unser Gehirn nicht deuten und interpretiert dies als Stresssituation. Daraufhin wird der Botenstoff Histamin ausgeschüttet, welcher zu Symptomen wie Erbrechen und Kopfschmerzen führt!

Und wie kann ich mich vor einer Seekrankheit auf Kreuzfahrtschiffen schützen? Auf alle Fälle solltet ihr vor Antritt eurer Kreuzfahrt genügend schlafen und somit ausgeruht an Bord gehen. Innere Unruhe kann nämlich Unwohlsein und Übelkeit provozieren. An Bord solltet ihr selbstverständlich auch Stress und Hektik vermeiden. Ein weitere Vorbeugemaßnahme gegen Seekrankheit ist folgende: Idealerweise solltet ihr auch in einer Kabine mit Sicht aufs Meer reisen – Egal ob Außen- oder Balkonkabine! Denn somit könnt ihr euren Blick auf den Horizont richten. Durch die Ausrichtung der Augen kann das Gehirn die gefühlten Schwankungen nämlich mit den optischen Eindrücken wieder in Einklang bringen. Aber auch die Lage der Betten spielt eine wichtige Rolle: Sie sollten in Fahrtrichtung des Kreuzfahrtschiffs stehen, denn somit ist ein erholsamer Schlaf trotz Seegang gesichert.

Eine weitere Präventionsmaßnahme gegen Seekrankheit ist die Akupunktur: Sie soll Unwohlsein und Übelkeit entgegenwirken. Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass die Akupunkturnadeln erst nach der Kreuzfahrt wieder entnommen werden dürfen, da sie sonst ihre Wirkung verlieren. Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch kurz vor Reisebeginn sowie bei den ersten Anzeichen von Seekrankheit Vomex A Tabletten zu sich nehmen! Der Vorteil dieser Tabletten liegt zum einen in der schnellen Linderung der Symptome. Gleichzeitig beruhigen die Tabletten mit langanhaltender Wirkung bis sechs Stunden den Magen-Darm-Trakt. Die Tabletten gibt es übrigens in verschieden Darreichungsformen: Ob Dragees, Kapseln, Zäpfchen oder Sirup – Vomex A gibt es in vielen verschiedenen Varianten und kann nach Rücksprache mit dem Arzt bereits für Babies ab 6 Kilogramm Körpergewicht angewandt werden! Wer ungerne Tabletten schlucken möchte, kann auf sogenannte Seabands zurückgreifen: Diese Seabands-Armbänder werden bei unruhigem Seegang ans Handgelenk angebracht und hemmen durch ihre akupressurartige Wirkung Kopfschmerzen und Co.

Doch was sollte man tun, wenn sich schon der Magen bereits dreht? Wenn die vorab beschriebenen Vorbeugemaßnahmen von Seekrankheit nicht helfen und einen die Seekrankheit bereits gepackt hat? Dann solltet ihr folgende Tipps für die Behandlung von Seekrankheit beachten: Sobald ihr ein Unwohlsein spürt, geht am besten an die frische Luft! Positioniert euch in der Schiffsmitte, denn hier schwankt das Schiff vergleichsweise weniger als am Bug oder am Heck. Weiterer Tipp: Richtet euren Blick nicht auf einen Gegenstand, der sich auf dem Schiff mitbewegt. Haltet euren Blick somit statt zum Beispiel auf den Sonnenliegen des Sonnendecks vielmehr auf den Horizont. Ebenso empfehlenswert: Ruhe bewahren und versucht euch zu entspannen! Legt euch dazu in eurer Kabine auf eurem Bett flach hin und versucht am besten zu schlafen. Somit ist der Gleichgewichtssinn nämlich vorübergehend deaktiviert! Warm einpacken ist übrigens auch sehr empfehlenswert. Somit umgeht ihr nämlich mögliche Kälteempfindlichkeit. Achtet außerdem auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Aber auch leichte Kost und die Vermeidung von Alkohol und anderen Genussmitteln ist im Falle einer Seekrankheit sinnvoll.

Ein Geheimtipp gegen Seekrankheit: Ingwer! Der hohe Vitamin-C Gehalt wirkt nämlich den Symptomen des Unwohlseins entgegen und hat eine direkte Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt! Einfach ein Stück Ingwer in Wasser oder in Milch aufkochen und trinken. Aber auch Ingwertabletten sowie das Lutschen einer Scheibe Zitrone oder einer Orange sind gute Mittel gegen Übelkeit auf See. Außerdem können Entspannungstechniken gegen das Unwohlsein wirken. Hilft all das auch nicht weiter, muss ein Griff zu Tabletten und Medikamenten her: Neben den gängigen Mitteln Ephedrin und Scopolamin hilft auch das rezeptfreie Mittel Dimenhydrinat gegen Seekrankheit. Darüber hinaus sind auch die Medikamente Meclozin und TTS (Bella-Donna) sehr wirksam! Aber auch die Tabletten Ondansetron, sowie spezielle Reise-Kaugummis sind weitere Mittel gegen Seekrankheit. All diese Maßnahmen gegen Seekrankheit können das Risiko einer Erkrankung deutlich verringern und wenn man Glück hat, wird sie auch erst gar nicht auftreten! Und wenn all das dennoch nicht hilft, dann doch wenigstens dieser Gedanke: Der Körper gewöhnt sich normalerweise nach ein paar Tagen an das Schaukeln des Schiffs und die Seekrankheit hört spätestens nach ein paar Tagen ganz von alleine auf!

Norovirus auf Kreuzfahrtschiffen

Erst Anfang April trat das Norovirus auf einem Kreuzfahrtschiff aus. Insgesamt 98 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder wurden während der Seereise infiziert. Doch was sind Noroviren genau? Noroviren bewirken Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenteritis) und werden im Erbrochenem oder im Stuhl von infizierten Personen ausgeschieden. Sie sind äußerst ansteckend und werden auf fäkal-oralem Weg weitergegeben.  Deswegen ist die Gefahr einer Verbreitung größer, wenn sich viele Menschen auf engem Raum befinden. Ein Ausbruch von Noroviren wäre somit das Worst Case Scenario auf einem Kreuzfahrtschiff! Die gesundheitlichen Folgen von Noroviren treten meistens sehr plötzlich auf und dauern bis zu drei Tagen an: Neben Erbrechen und Durchfall können Noroviren auch Magenkrämpfe bis hin zu Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auslösen! Besonders bei Immungeschwächten, Säuglingen und ältere Menschen ist bei Noroviren höchste Vorsicht angesagt: Denn diese Personengruppen reagieren besonders empfindlich auf den Flüssigkeistverlust! Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr werden alle Personen mit Verdacht auf Norovirus an Bord isoliert. Die Isolation wird erst 24 Stunden nach dem Auftretens der letzten Symptome vom Bordarzt aufgehoben! Im schlimmsten Fall wird das gesamte Schiff isoliert – Einschließlich der Besatzung und der Passagiere!

Vor Abfahrt einer Kreuzfahrt wird jedoch sehr stark und gründlich auf die Hygiene an Bord geachtet – Allein schon aus eigenem Interesse der Kreuzfahrtreedereien! Denn ein Ausbruch von Noroviren auf Kreuzfahrtschiffen ist teuer genug: Neben einer gründlichen Komplettreinigung werden oftmals auch die darauf folgenden Kreuzfahrt-Routen abgesagt. Außerdem besteht ein Ausfall von infiziertem Personal. Doch wie kommt es trotzdem zu einem Ausbruch und einer Übertragung von Noroviren an Bord? Noroviren werden meist durch mangelnde Hygiene und der sogenannten Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Kleinste Reste von Erbrochenem oder Stuhlresten befinden sich auf den Händen infizierter Personen. Die Erreger können dann per Körperkontakt oder Berührung von Gegenständen, wie Türklinken oder Aufzugsknöpfe, weitergegeben werden. Berührt eine gesunde Person nun diese infizierten Gegenstände oder kommt mit der infizierten Person in Kontakt, gelangen die Erreger ganz leicht in die Schleimhäute. Aber auch winzige virushaltige Tröpfchen in der Luft durch Erbrochenem können eine Infektion verursachen! Versäumt man das Händewaschen nach Benutzung der Toilette oder nach dem Wechseln von Windeln, können sich Noroviren ebenfalls verbreiten. Eine weitere Gefahrenquelle für Noroviren sind Landgänge: Hier können sich Passagiere zum Beispiel durch verunreinigtes Wasser und Getränken in Restaurants infizieren! Aber auch rohe Lebensmittel wie Salate und Obst, die mit Noroviren belastet sein könnten, kann die Ansteckung verbreiten.

Wie kann man sich vor einer möglichen Norovirus-Infektion schützen? Auf alle Fälle solltet ihr euch regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife waschen und anschließend eure Hände gründlich abtrocknen. Somit wird nämlich eine Ausbreitung der Noroviren verhindert. Am besten ihr wascht euch eure Hände nach jedem Toilettengang sowie vor jedem Essen. Eine weitere Schutzmaßnahme vor Noroviren sind eigene Hygieneartikel und Handtücher. Ebenso solltet ihr den direkten Kontakt mit infizierten Personen meiden. Eine weitere Vorbeugemaßnahme für Noroviren: Typische Übertragungsquellen, wie Aufzugs-Knöpfe und Türklinken, möglichst umgehen. Außerdem solltet ihr am Bordbuffet statt rohen Speisen lieber durchgegarte Gerichte essen.

Und was ist, wenn man sich bereits infiziert hat? Am besten versucht man bei der Behandlung von Noroviren die Symptome so gut es geht ohne Medikamente einzudämmen. Norovirus-befallene Personen sollten sich körperlich schonen und den Kontakt mit anderen vermeiden. Von daher lautet die Devise: Bettruhe, um sich möglichst schnell auszukurieren. Das Sanitätspersonal sollte außerdem auf die Infektion aufmerksam gemacht werden. Aufgrund des erhöhten Flüssigkeitsverlusts, der beim Erbrechen und beim Durchfall auftritt, sollte man außerdem viel trinken. Um ebenfalls einen möglichen Salzverlust auszugleichen, ist eine Elektrolyt-Ersatzlösung aus der Apotheke sinnvoll. Aber auch salzhaltige sowie leicht verdauliche Nahrung ist ratsam. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife sowie mit Desinfektionsmittel ist ebenfalls angeraten. Sofern die Symptome länger als drei Tage anhalten und zusätzliches Fieber auftreten sollte, unbedingt den Bordarzt besuchen und behandeln lassen. Nach erfolgreicher Heilung von Noroviren solltet ihr möglichst eine eigene Toilette benutzen oder nach jedem Gang die Toilette desinfizieren!

Weitere Krankheiten auf See

Neben dem Norovirus und der Seekrankheit können noch weitere Krankheiten auf Kreuzfahrten auftreten: So zum Beispiel die Grippe. Die sogenannte Influenza ist eine sehr ernsthafte Krankheit, die teilweise tödlich enden kann. Bei einer Influenza tritt eine akute Erkrankung der Atemwege auf und  sie wird per Tröpfchen-Infektion übertragen. Durch Niesen, Husten oder Sprechen gelangen die Viren somit in die Luft und werden von anderen Menschen eingeatmet. Aber auch durch direkten Körperkontakt, wie zum Beispiel mittels Handschlag, können Grippeviren übertragen werden. Kommen die Erreger dann mit Augen, Mund oder Nase in Berührung, dringen die Viren über die Schleimhäute ein. Eine weitere Ansteckungsquelle für Influenza sind verunreinigte Gegenstände. Infizierte leiden bei einer Grippe unter plötzlich eintretendem Fieber, Halsschmerzen, Muskel- Glieder und Kopfschmerzen. Die Dauer der Krankheit liegt in der Regel zwischen fünf bis sieben Tagen. Mögliche Maßnahmen gegen Grippe sind folgende: Zur Vorbeugung von Grippe eignet sich eine Grippeimpfung. Ebenso wie regelmäßiges Händewaschen! Aber auch der direkte Kontakt zu den Infizierten solltet ihr möglichst umgehen. Und was sollte man bei Erkrankung tun? Bei der Behandlung von Grippe ist auf alle Fälle Bettruhe wichtig. Aber auch reichlich Flüssigkeit solltet ihr bei einer Grippe aufnehmen. Bei Nies- oder Hustattacken am Besten sowohl Mund als auch Nase mit eurer Schulter oder mit einem Taschentuch bedecken, um weitere Ansteckungen zu vermeiden!

Masern zählt zu einer weiteren Krankheit, die sich auf Kreuzfahrtschiffen schnell ausbreiten kann. Allein im Jahr 2014 sind auf einem Kreuzfahrtschiff rund 40 Crew-Mitglieder an Masern erkrankt. Die Krankheit ist hoch ansteckend und weltweit verbreitet. Eine Ansteckung von Masern erfolgt mittels Speichel-Tröpfchenübertragung. Eintretende Symptome wie Fieber, Schnupfen und Entzündungen des Nasen- und Rachenraums folgen. Nach einigen Tagen erscheint ein Hautausschlag, der sich zunächst im Gesicht und die Ohren ausbreitet und sich anschließend über den ganzen Körper verteilt. Die Betroffenen leiden über einen erneuten Fieberanstieg, der das Immunsystem vorübergehend schwächt. Mögliche weitere Krankheiten wie Mittelohr-, Gehirn- oder Lungenentzündungen können ebenfalls auftreten. Eine Präventionsmaßnahme gegen Masern bietet eine Impfung!

Wenn warme Sonnenstrahlen eure Haut auf dem Sonnendeck von Kopf bis Fuß streicheln, ist das ein wohlig warmes Gefühl. Doch Vorsicht: UV-Strahlen sind gefährlich und können Hautkrebs auslösen! Denn bekommt die Haut zu viel Sonne und UV-Strahlen ab besteht die Gefahr, dass die Hautzellen stark beschädigt werden. Bei einem Sonnenbrand verfärbt sich die verbrannte Hautstelle rötlich. Bis zum Abklingen des Sonnenbrands kann es bis zu zwei Wochen dauern. Um einen Sonnenbrand vorzubeugen, solltet ihr euch nicht zu lange sonnen. Außerdem solltet ihr euch regelmäßig mit Sonnencreme eincremen und auch eure Augen und euren Kopf mit einer Sonnenbrille und einem Hut schützen! In der Mittagszeit solltet ihr die Sonne grundsätzlich meiden, da die UV-Strahlung hier am höchsten ist! Hat euch ein Sonnenbrand erwischt? Dann heißt es erstmal: Raus aus der Sonne und die betreffenden Hautstellen kühlen: Am besten mit feuchten lauwarmen Handtüchern, um den Kreislauf nicht zu stark zu belasten! Ebenfalls wichtig: Legt immer ein Tuch zwischen Hautstelle und Kühlquelle, um Erfrierungen zu vermeiden. Eine weitere Maßnahmen zur Behandlung von Sonnenbrand: Viel Flüssigkeit und Wasser trinken! Falls ihr starke Schmerzen haben solltet, helfen entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin).

In einigen Urlaubsregionen wie in Südostasien, der Karibik oder in Südamerika besteht ein erhöhtes Malaria-Risiko. Malaria ist eine Tropenkrankheit und wird durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen. Die Symptome von Malaria lassen sich zunächst nicht von einer Grippe unterscheiden. Neben plötzlichen Glieder- und Kopfschmerzen tritt auch Schüttelfrost und Fieber ein. Im Gegensatz zur Grippe sind die regelmäßig wiederkehrenden Fieberschübe charakteristisch für eine Malaria-Erkrankung. Im weiteren Krankheitsverlauf löst Malaria eine Anämie aus. Wird die Krankheit in diesem Stadium nicht behandelt, kann es zu schwerwiegenden Folgen der Nieren, der Lunge, des Herzens und des Magen-Darm-Trakts bishin zum Tod kommen. Der Krankheitsverlauf von Malaria hängt allerdings vom Erreger ab. Meistens verschwinden die Malaria-Symptome auch ohne Behandlung ganz von allein. Doch Vorsicht ist trotzdem geboten: Solltet ihr eine Kreuzfahrt in Malaria-Regionen planen, solltet ihr vor Reisebeginn einige Vorsorgemaßnahmen gegen Malaria ergreifen: Lasst euch am Besten von eurem Hausarzt beraten! Eine Impfung gegen Malaria gibt es zwar bislang nicht, aber euer Arzt kann euch  bestimmte Tabletten gegen Malaria verschreiben. Neben dem Malaria-Mittel Chloroquin gibt es noch weitere Alternativen wie Atoquavon und Proguanil, Chinin, Mefloquin und Hydroxychlorquin. Um Mückenstiche möglichst vor Ort zu vermeiden, solltet ihr lange Kleidung und Mosquitoschutz-Spray tragen. Aber auch das Schlafen unter einem Mückennetz ist unbedingt zu empfehlen. Ein weiterer Tipp: Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf der Kabine besser unter einem Mosquitonetz schlafen! Sicher ist sicher!

Falls ihr eine Kreuzfahrt mit Kurs auf die Tropen und Subtropen plant, solltet ihr euch ebenfalls auf das Dengue-Fieber vorbereiten. Es wird nämlich durch Moskitos der Art Aedes übertragen. Die Symptome des Dengue-Fiebers sind ähnlich wie die einer Grippe: Neben plötzlich auftretendem Fieber und Übelkeit folgen Gelenk- und Gliederschmerzen, sowie Appetitlosigkeit. Bei Dengue-Fieber kann jedoch in den ersten Tagen ein roter bis blass-rosaroter Hautausschlag an Armen, Beinen und Gesicht auftreten. Von Tag zwei bis sechs tritt anschließender Schwindel, Übelkeit, Husten und Schnupfen auf. Nach ein paar Tagen fühlt man sich für kurze Zeit zwar fieberfrei, doch ein erneuter Fieberschub mitsamt feinfleckigem Hautausschlag folgen. Das Dengue-Fieber dauert insgesamt bis zu zwei Wochen ohne Nachwirkungen an. Bislang gibt es zwar keine Medikamente auf dem Markt, die die Ursache bekämpfen können. Was ihr allerdings machen könnt ist zu versuchen, Mückenstiche zu umgehen! Neben langer Kleidung können auch Moskitosprays helfen! Um das Fieber zu senken, solltet ihr keine fieberhemmende Mittel mit ASS sondern Paracetemol einnehmen. Ebenso sind absolute Bettruhe und reichliche Flüssigkeitsaufnahme ratsame Behandlungsmaßnahmen von Dengue-Fieber!

Windpocken ist eine weitere mögliche Krankheit auf See, die sich an Bord schnell verbreiten kann. Diese Viruskrankheit ist sehr ansteckend und durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragbar. Dadurch steckt man sich mittels infizierten Partikeln in der Luft oder bei direktem Kontakt der Bläschen an. Meist sind Kinder unter der Krankheit betroffen. Neben roten, kleinen juckenden Flecken auf der Haut kann auch leichtes Fieber auftreten! Sind Windpocken einmal ausgebrochen, dauert die Heilung bis zu zehn Tage! Bei Erwachsenen und immunschwachen Menschen sind die Symptome von Windpocken etwas schwerwiegender, da sie eine weitere Lungen- oder Hirnhautentzündung hervorrufen können. Vorbeugende Maßnahmen gegen Windpocken sind folgende: Meidet den Kontakt mit infizierten Personen! Und was ist, wenn sich eure Kinder bereits an Bord beim Spielen und Toben mit anderen Kindern infiziert haben? Dann hilft folgendes: Bettruhe! So können sich eure Kinder auskurieren und das Risiko einer Ausbreitung von Windpocken ist vermindert. Um den Juckreiz zu vermeiden, sind zinkreiche Salben ratsam. Aber auch luftige Kleidung ist sinnvoll, um den Juckreiz nicht zu verstärken. Ebenfalls sind fieberhemmende Mittel ohne ASS wie Paracetemol ratsam. Ein weiterer Tipp: Schneidet euren Kindern mit einer Nagelschere die Fingernägel kurz, um ein Aufkratzen der Bläschen zu umgehen!

Tipps für die Reiseapotheke

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Eure Kreuzfahrt ist gebucht und der lang ersehnte Urlaub ist in der Tasche? Dann heißt es nur noch Koffer packen! Doch welche Mittel und Medikamente sollte man eigentlich gegen Krankheiten auf Kreuzfahrtschiffen in den Koffer packen? Eins ist auf alle Fälle gewiss: Gesundheitsvorsorge fängt beim Kofferpacken an! In der folgenden Download-Datei habe ich euch einige Tipps für die Reiseapotheke zusammengestellt:

Tipp: Captain-Kreuzfahrt Reiseapotheke für Krankheiten auf See findet ihr hier als Download!

Neben den aufgelisteten Mitteln und Medikamenten in der Download-Datei sind im Allgemeinen noch folgende Dinge zu beachten: Vor und nach dem Essen solltet ihr auf eurer Kreuzfahrt auf alle Fälle eure Hände waschen und falls vorhanden den Desinfektionsseifenspender am Buffet nutzen! Ein weiterer Tipp: Besucht vor Beginn eurer Kreuzfahrt euren Hausarzt und frischt gegebenenfalls versäumte Impfungen auf! So dürfte nichts schief gehen und ihr seid rundum bestens versorgt! :-)

Bordhospital

An Bord eines jeden Kreuzfahrtschiffs befindet sich ein Bordhospital – Meistens auf den unteren Decks. Dieses ist wie eine Notambulanz ausgestattet und hat täglich geöffnet! Ob Defibrillator, EKG oder Ultraschall-Gerät – Das Bordhospital ist mit den wichtigsten Dingen ausgestattet. Wer sich an Bord mit einer Krankheit infiziert, erhält in der Bordapotheke geeignete Medikamente zur Behandlung. Mein Ratschlag: Prüft vor Startpunkt eurer Reise, ob eure Krankenversicherung auch für internationale Gewässer gilt! Bei bestimmten medizinischen Diensten fallen nämlich einige Kosten an. Der Anspruch und die Höhe einer Kostenrückerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse richtet sich dabei nach der Flagge, unter die das Schiff kreuzt.  Falls eure Krankenkasse nicht bei einer Behandlung in internationalen Gewässern aufkommen sollte, ist in diesem Fall eine private Auslandskrankenversicherung sinnvoll. Denn ein Rücktransport vom Kreuzfahrtschiff kann mehrere tausend Euro kosten und auch die Behandlung vom Schiffsarzt muss direkt an Bord in Vorkasse bezahlt werden. Was ihr ebenfalls beachten solltet: Der Bordarzt sollte nach Behandlung eine Privatrechnung ausstellen, die den von gesetzlichen Krankenkassen erstattungsfähigen Betrag übersteigt.