Interview mit AIDA Braumeister Pasalk: Alles über seine Arbeit und Leben an Bord von AIDAblu

An Bord der AIDA Kussmundschiffe gibt es viele Bordhoghlights, wie zum Beispiel die Bordbrauerei auf Deck 10 auf AIDAblu! Hier wird neben dem Hövel’s Original auch das AIDA eigene Bier mit Namen „AIDA Zwickel“ in zwei riesigen Kupferkesseln gebraut! Dafür ist der AIDA Braumeister Herr Pasalk zuständig! Ich, euer Captain-Kreuzfahrt, habe mit ihm über seine Arbeit und sein Leben an Bord gesprochen:

AIDA Braumeister Pasalk

AIDA Braumeister Pasalk

Sie sind Bierbraumeister auf AIDA. Erzählen Sie uns doch von Ihrem Lebensweg: Wie genau sind Sie zu dieser Arbeit gekommen?

Pasalk: Nach einer Ausbildung zum Brauer und Mälzer in Dortmund habe ich meinen Meistertitel in München erlangt. Danach bin ich durch viele große Brauereien in Deutschland gewandert. Als ich erfuhr, dass auf AIDAblu eine Bordbrauerei errichtet wird, habe ich mich sofort um diese Position beworben.

Wie lange arbeiten Sie denn schon als Bierbrauer an Bord?

Pasalk: Seit März 2011.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit? Was macht für Sie persönlich der Reiz am Bierbrauen auf hoher See aus?

Pasalk: Ich lerne viele neue Leute kennen und kann in der Freizeit an Land auf Entdeckungstour gehen. So sehe ich in kurzer Zeit viele verschiedene Länder, Städte, Häfen und komme ganz schön rum.

Wie viele Biersorten brauen Sie auf AIDA? Und was machen diese Biere so besonders?

Pasalk: Täglich brauen wir drei verschiedene Biersorten in gläsernen Sudkesseln – bis zu 600 Liter nach deutschem Reinheitsgebot von 1516. Gebraut werden zwei Sorten: „Hövel´s Original“ nach einem Rezept der Dortmunder Traditionsbrauerei und als Besonderheit gibt es ein eigenes „AIDA Bier“. Es heißt „AIDA Zwickel“, naturtrüb und unfiltriert, das leicht nach Karamell schmeckt. Die hauseigenen Biersorten werden je nach Jahreszeit um saisonale Qualitäten wie dem Maibock oder Aktionsbiere wie Oktoberfestbier oder irisches Guinness ergänzt.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem an Bord gebrauten Bier und dem Bier, das in herkömmlichen Brauereien gebraut wird?

Pasalk: Brauen an Bord ist nicht viel anders als an Land. Die Hefe wächst und arbeitet auch unter Hochseebedingungen – das Geheimnis liegt in der Technik. In jahrelanger Tüftelarbeit mussten die Gärkessel unempfindlich gegen Schiffsschwankungen gemacht werden. Auch sonst ist das Bier bei uns an Bord ein ganz besonderer Saft: Er besteht neben Hopfen und Malz aus Meerwasser, das in der schiffseigenen Wasseraufbereitungsanlage entsalzt, gesäubert und wieder mit den nötigen Mineralien versehen wird. Denn weiches Wasser ist schließlich das Geheimnis des Bierbrauens und Bier braucht immer exakt die gleiche Wasserqualität. In zwei kupfernen 1000-Liter-Tanks und zwei gläsernen Riesenbottichen wird die Maische hergestellt und der Sud gebraut. Für die anschließende Gär- und Lagerzeit haben wir dann bis zu 13.000 Liter Lagerkapazität.

Sind weitere AIDA Bierkreationen in Planung?

Pasalk: Zu meinen letzten Kreationen zählen : KARLSCH, Bernstein Pilsener u. Münchner Dunkel. Wie es weitergeht, soll vorerst mein Geheimnis bleiben.

Auf AIDAblu bieten Sie auch Bierseminare an. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Pasalk: Unsere Gäste können an Bord während ihrer Urlaubsreise ein Braudiplom (29,90 Euro) erwerben und einen eigenen Sud ansetzen. Nur probieren werden die wenigsten das Ergebnis ihrer Braukunst, denn Bier braucht vier Wochen Gärzeit – was die Dauer einer normalen Kreuzfahrt dann doch übersteigt.

Wie oft trinken Sie selbst Bier oder vergeht es einem Bier zu trinken, wenn man täglich damit arbeitet?

Pasalk: Natürlich trinke ich als Braumeister gerne Bier. Als Braumeister muss man sein Bier kennen. Und anders als bei einer Weinprobe muss man das kühle Rotblonde auch schlucken, um alle Geschmacksnoten bewerten zu können. Der Hopfen wirkt erst am Gaumen.

Und welches ist Ihr Lieblingsbier? Welche Bier-Marken trinken Sie selbst gerne?

Pasalk: Natürlich das FREIBIER. Aber mal im Ernst: AIDA Zwickel und Radeberger Pilsner

Ist es bei Ihren Arbeitszeiten nicht ganz schön schwierig, Arbeit und Familie unter einem Hut zu bringen?

Pasalk: Heutzutage überhaupt kein Problem über das Internet ständig im Kontakt mit den Lieben daheim zu stehen und sich auszutauschen. Kaum zuhause im Urlaub, vermisse ich schon wieder das Meer. Meine Familie daheim hat mich mit der Leidenschaft zur Seefahrt kennengelernt und ist es nicht anders gewohnt.

Was bedeutet es für Sie, auf Kreuzfahrt zu gehen?

Pasalk: In jungen Jahren erwarb ich einen Segel- und Motorboot-Führerschein. Später dann auch noch einen Tauchschein. Mein Herz schlägt für die Seefahrt. Ich liebe das Meer.

Welche Kreuzfahrt-Route mögen Sie besonders gern?
Pasalk: Westliches Mittelmeer und die Kanaren-Tour sind meine Favoriten.
wayback
Sind Sie an Bord eigentlich schon einmal seekrank geworden?
Pasalk: Nein.

Vielen Dank für das Interview!

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