Schwere Handverletzung auf See – Seenotretter versorgen Segler vor Schleimünde

Die freiwilligen und die fest angestellten Seenotretter der Station Maasholm sind heute gemeinsam im Einsatz auf der Ostsee gewesen: Auf einer Segelyacht vor der Schleimündung hatte sich ein 73 Jahre alter Segler eine schwere Handverletzung zugezogen. Die Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bargen den Mann von der Yacht ab und brachten das Schiff sicher nach Maasholm.

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Das Seenotrettungsboot Wuppertal – Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Gegen 9.45 Uhr meldete sich der Skipper der 39-Fuß-Segelyacht telefonisch bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS. Auf der Reise von Schleswig nach Timmendorf hatte sich sein Mitsegler schwer an der Hand verletzt. Notdürftig hatten die beiden Männer einen Druckverband angelegt.

Die Seenotleitung Bremen alarmierte den Seenotkreuzer Nis Randers von der Station Maasholm. Er legte sofort ab und nahm Kurs auf den Unglücksort etwa vier bis fünf Seemeilen (ca. acht Kilometer) östlich Schleimünde. Die Segelyacht lief den Seenotrettern unter Motor entgegen. Bei südwestlichen Winden bis sechs Beaufort (49 km/h Windgeschwindigkeit) und Schauerböen übernahmen die Seenotretter den Patienten mit dem Tochterboot Onkel Willi ins Bordhospital des Seenotkreuzers.

Unterdessen nahmen die freiwilligen Seenotretter mit dem ebenfalls in Maasholm stationierten Seenotrettungsboot Wuppertal einen freiwilligen Seenotarzt an Bord und brachten ihn hinaus auf See. An Bord der Nis Randers behandelte er den Verletzten gegen starke Schmerzen. Ein Seenotretter stieg auf die Segelyacht über und half dem 80-jährigen Skipper dabei, das Boot sicher nach Maasholm zu bringen.

Die Seenotretter bestellten einen Rettungswagen zum Maasholmer Fischereihafen. Gegen 10.35 Uhr übergaben sie den Patienten an den Landrettungsdienst. Wenige Minuten später meldeten sich die Rettungseinheiten bei der Seenotleitung Bremen wieder „klar P 3“ – einsatzbereit auf Station.

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