DGzRS: Seenotretter geben Typschiff für neue 2,4-Meter-Klasse in Auftrag

ack_sammelschiffchen_dgzrsDie Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat einen neuen Bauauftrag vergeben. Insgesamt sollen fünf neue Maxi-Sammelschiffchen gebaut werden. Der Bauauftrag ging an die Fassmer-Werft in Berne. Diese stellt zurzeit einen völlig neu konstruierten Seenotkreuzer der neuen 28-Meter-Klasse her. Der Sammelschiffchen-Neubau ist als leistungsfähige Ergänzung für die bewährte 32-Zentimeter-Klasse der DGzRS vorgesehen. Der erste Neubau dieser Klasse soll zum 29. Mai 2015 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der DGzRS „in Dienst gestellt“ werden.

Neuer Typschiff Auftrag der DGzRS

Die Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser ist u.a. bekannt für die Konstruktion und Herstellung von Spezialschiffen. In die fünf Neubauten bringt sie ihre gesamte Kompetenz aus ihrem Produktbereich Composite Technologies ein. Für die Herstellung der fünf neuen Maxi-Sammelschiffchen werden GFK-Materialen und Fertigungsverfahren verwendet, die normalerweise in der Freizeit- und Automobilindustrie ihren Einsatz finden.

„Seegangsversuche haben für diesen neuen „Schiffstyp“ meines Wissens nicht stattgefunden.“, so Werftchef Harald Fassmer augenzwinkernd. „Zwar haben wir für die DGzRS bereits zahlreiche Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote gebaut, ein Schiff für den reinen Trockeneinsatz der DGzRS ist allerdings auch für uns eine Neuheit.“ Gemeinsam mit den bundesweit stationierten 15.000 Sammelschiffchen werden die Neubauten an unterschiedlichen Einsatzstellen für die Seenotretter werben – vor allem bei Ausstellungen und Veranstaltungen im Binnenland.

Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Jedes Jahr fahren die Seenotretter an Nord- und Ostsee über 2.000 Einsätze im maritimen Such- und Rettungseinsatz. Die Sammelschiffchen der DGzRS gelten nicht zuletzt als Symbol für die Unabhängigkeit der Seenotretter, die ihre Aufgaben – wie vor 150 Jahren – ausschließlich durch Spenden finanzieren.

[db]

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