DGzRS: Doppelter Einsatz für Schleswiger Seenotretter

Foto: DGzRS Die Seenotretter

Foto: DGzRS Die Seenotretter

Die Seenotretter der Station Schleswig sind gleich zwei Mal direkt hintereinander am Dienstagnachmittag, 16. September 2014, im Einsatz gewesen. Die Freiwilligen-Besatzung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kam dabei einem gekenterten Jollenkreuzer und einem auf Grund gelaufenen Folkeboot zur Hilfe.

Das Seenotrettungsboot Walter Merz befreite zunächst an der Stexwiger Enge das festgekommene Folkeboot mit zwei Menschen an Bord. Beobachter an Land hatten die Seenotretter über die missliche Lage des Seglers informiert.

Bei Windstärken mit Böen bis fünf Beaufort (bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) schob der für die Schlei hohe Seegang von etwa einem Meter das Boot immer weiter auf das Flach. Trotz des geringen Tiefgangs der Walter Mez mussten die Seenotretter vorsichtig manövrieren, um nicht selbst festzukommen. Sie schleppten das Folkeboot frei. Es konnte seine Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen.

Anschließend lief die Walter Merz nach Goltoft. Das Fahrgastschiff  „Wappen von Schleswig“ hatte den Seenotrettern gemeldet, dass nahe dem Campingplatz Hellör ein Jollenkreuzer gekentert war. Als das Seenotrettungsboot eintraf, stand dem Havaristen bereits ein anderes Boot helfend zur Seite.

Allerdings war der Skipper einige Zeit im Wasser gewesen. Ein Seenotretter hüllte den leicht unterkühlten Mann in wärmende Decken und versorgte ihn. „Die noch relativ warmen Tage bieten noch herrlichen Segelwind. Der kühlt allerdings das Oberflächenwasser schnell ab. Bei nicht mal 15 Grad Wassertemperatur ist man schnell unterkühlt“, weiß der erfahrene Vormann Paul Cugier.

Unterdessen kümmerten sich die beiden anderen Besatzungsmitglieder der Walter Merz um den Havaristen. Zwar war der Jollenkreuzer inzwischen aufgerichtet, doch vollgelaufen und lag deshalb sehr instabil im Wasser. Die Seenotretter nahmen das Boot längsseits und schleppten es in Ufernähe, wo weniger Strömung stand. Dort setzte die Walter Merz ihre leistungsstarken Lenzpumpen ein, bevor der Havarist an einen sicheren Liegeplatz gebracht werden konnte.

[db]

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