DGzRS: Freiwillige Seenotretter finden vermissten Surfer zwischen Ummanz und Hiddensee

ack_seenotrettungsboot_hertha_jeep_15_09_2014Die freiwilligen Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben einen vermisster Surfer zwischen den Inseln Ummanz und Hiddensee westlich von Rügen das Leben Leben gerettet. Am späten Sonntagabend rettete die Besatzung des Seenotrettungsbootes Hertha Jeep/Station Stralsund den Mann aus der 17 Grad kalten Ostsee.

Der Vermisste war zuvor einige Stunden gemeinsam mit einem weiteren Surfer von einem Campingplatz auf Ummanz Richtung Hiddensee aufgebrochen. Nur einer von ihnen erreichte allerdings die Nachbarinsel. Angehörige wählten daraufhin den Notruf. So erfuhr die Seenotleitung Bremen DGzRS von dem Vermissten.

Die Seenotrettungsboote Hertha Jeep, Station Stralsund, und Nausikaa, Station Vitte/Hiddensee, machten sich, besetzt mit Freiwilligen, gegen 20.15 Uhr auf den Weg ins Suchgebiet. Zwischen Suhrendorf auf Ummanz und Neuendorf auf Hiddensee herrschten zu dieser Zeit nordöstliche Winde um fünf, in Böen sieben Beaufort (bis 38/61 km/h Windgeschwindigkeit). Die Nausikaa traf zuerst vor Ort ein und begann unmittelbar mit der Suche.

In die von der DGzRS koordinierten SAR-Maßnahmen (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) bezogen die Seenotretter neben den beiden eigenen Rettungseinheiten das Bundespolizeiboot „Uckermark“, das Wasserschutzpolizeiboot „Werder“, ein Boot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und einen Polizeihubschrauber ein. Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS sendete zudem eine Dringlichkeitsmeldung an die gesamte Schifffahrt.

Die Erfahrung und Revierkenntnis der freiwilligen Seenotretter führte schließlich bei Tonne 41 im Hiddenseer Fahrwasser zum Erfolg: Aufgrund der Wind- und Strömungsverhältnisse suchten die Rettungseinheiten an der Zwei-Meter-Tiefenlinie auf der Hiddenseer Seite. „Plötzlich haben wir den Mann im Licht unseres leistungsstarken Suchscheinwerfers bis zur Brust im Wasser stehend gesehen“, berichtet Günter Towara, Vormann des Seenotrettungsbootes Hertha Jeep. „In völliger Dunkelheit und eine knappe Seemeile von der Küste entfernt hatte er keine Chance, sich zu orientieren.“

Kräftige Hände packten gegen 21.50 Uhr beherzt zu: Die Seenotretter zogen den 74-jährigen Mann aus Leipzig durch die spezielle Bergungspforte an Bord der Hertha Jeep und versorgten ihn mit wärmenden Decken. Seine Körpertemperatur war bereits auf 34,6 Grad abgesunken. Außerdem hatte sich der Mann eine Verletzung an der Nase zugezogen. Während der Rückfahrt nach Stralsund versorgten die Seenotretter ihn und übergaben ihn dort an den Landrettungsdienst.

[db]

 Foto: DGzRS/Die Seenotretter

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