400-Meter Containerschiff in der Elbe auf Grund gelaufen

Durch einen Ausfall der Rudermaschine wurde das elbaufwärts Richtung Hamburg fahrende Containerschiff CSCL Indian Ocean am Mittwochabend gegen 22:30 auf Höhe der Tonne 111 vor Hetlingen manövrierunfähig. Die Elblotsen an Bord berieten daraufhin den Kapitän, das Schiff bei der Tonne 116 an den Nordrand der Fahrrinne zu verbringen, um den Lüheanleger und das steinige Südufer der Elbe zu verschonen.

Chinesisches Containerschiff steckt fest

Noch in der Nacht wurde ein erster Versuch unternommen, das Schiff mittels Schlepper-Einsatz zurück in die Fahrrinne zu ziehen. Ein weiterer Schleppversuch wird heute während des Mittagshochwassers erfolgen. Ben Lodemann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe erklärte hierzu: „Die Lotsen an Bord haben schnell reagiert und gut gehandelt. Durch das kontrollierte Handeln konnten größere Schäden verhindert und das Fahrwasser für den Zulauf auf Hamburg freigehalten werden. Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig die Arbeit der ortskundigen und erfahrenen Elblotsen für die Schadensminimierung bei technisch bedingten Ausfällen in der Schifffahrt ist.“

Bei dem Schiff handelt es sich um die knapp 400 Meter lange CSCL Indian Ocean aus China. Das erst im letzten Jahr vom Stapel gelaufene Schiff gehört zu den größten Frachtern der Welt und kann bis zu 19.000 Container transportieren.

[db]

Foto: DPA

Foto: DPA