AIDAdiva von Raketenteilen getroffen

Gäste, Crew und das Schiff sind außer Gefahr!

Es ist der absolute Horror! Krieg! Raketenangriff auf AIDAdiva? Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe. Das hören wir andauernd in den Nachrichten. Doch die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern… Sie sind irgendwie weit weg. Oder doch nicht?! Jedenfalls scheint nun für einige AIDA-Urlauber die kriegerische Auseinandersetzung im Heiligen Land beängstigend nah gekommen zu sein. Wie die Hamburger Morgenpost unter Berufung auf einen Bericht der Tagesthemen berichtet, sei AIDAdiva mitten im Raketenfeuer gewesen. Auf mopo.de ist zu lesen: „Die Tagesthemen berichten, dass sich das deutsche Kreuzfahrtschiff AIDAdiva während des Raketenbeschusses in Ashdod, einer Hafenstadt südlich von Tel Aviv, befand. Inzwischen soll das Schiff aber außerhalb der Gefahrenzone sein.“

AIDAdiva von Raketenteilen getroffen

Update: Reaktionen am Tag danach!

 

Webcam und Positionsdaten des Schiffs geben gaben anfangs wenig Aufschluss über die Lage. Die Nachrichten-Situation ist war mitten in der Nacht denkbar unübersichtlich und unklar. Eine Stellungnahme der Rostocker Reederei liegt derzeit noch nicht vor liegt zwischenzeitlich vor und habe ich weiter unter auf dieser Seite veröffentlicht. Sicher ist, dass AIDAdiva heute planmäßig in Ashdod, Israel unterwegs war. Sicher ist auch, dass es Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in Richtung Israel gegeben hat. Das hatte schon auch die Tagesschau um 20 Uhr berichtet. Dass das Schiff aber ins Ziel genommen wurde, ist eher unwahrscheinlich. An Spekulationen, nach denen Luftabwehrraketen den Angriff vereiteln sollten und AIDAdiva gewissermaßen im Weg war, möchte ich mich an dieser Stelle nicht beteiligen.

AIDA-Gast meldet sich: „Alles gut!“

Auf der Facebook-Seite von Urlaubsguru.de hat sich eine Urlauberin gemeldet, die auf AIDAdiva ist. Sie sagt: „Alles gut. Sind rechtzeitig aus dem Hafen“. Andere sorgen sich: „oh man.. meine Eltern sind gerade auf dem Schiff  „tolle“ Nachrichten..“ und: „Bleibt zu wünschen, dass alles gut geht, alle heil nach Hause kommen und die Route geändert wird!!!“

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Gäste stünden unter Schock, will Pascal Wepner von Schiffe und Kreuzfahrten erfahren haben. Es gebe auch Videos dazu, schreibt der Blogger, ohne diese zu verlinken. Auch bei Youtube ist hierzu noch nichts zu finden. Ich bleibe aber dran… Wepner weiter: „Es sollen große Raketenteile auf die AIDAdiva gefallen sein, Gäste haben diese Teile wohl als Souvenir eingesteckt. AIDA Cruises hat in sofern reagiert das sie aus dem Hafen ausgelaufen sind – wohl planmäßig um 20 Uhr Ortszeit. Die Israelis haben Gegenfeuer gegeben und es muss einen ordentlichen Schusswechsel gegeben haben. Im Video der Tagesthemen hört man auch Sirenenalarm in Ashdod und hektische Passagiere an Bord.“ Fraglich ist, ob Kreuzfahrten im Nahen Osten angesichts dieses Vorfalls (der uns im Laufe des Tages sicherlich noch beschäftigen wird) überhaupt weiterhin durchgeführt werden können. Sollten sich die ersten Informationen bestätigen, ist davon auszugehen, dass AIDA Cruises und andere Reedereien die Routen ändern werden.

AIDA Cruises nimmt bei Facebook Stellung

Auch die Reederei hat sich zwischenzeitlich zu dem Vorfall geäußert. Auf die Anfrage eines Facebook-Fans („Hallo AIDA habe gerade etwas nicht sehr erfreuliches mitbekommen stimmt das mit dem angriff auf dem Hafen in israel“) lässt AIDA Cruises wissen: „Hallo liebe AIDA-Fans, während des planmäßigen Auslaufens von AIDAdiva aus dem Hafen von Ashdod am Abend des 7. Juli 2014 kam es gegen 20.28 Uhr Ortszeit in Ashdod zu Explosionen, die vom Schiff aus beobachtet wurden. Alle Gäste und Crewmitglieder sind wohlauf. Es wurde niemand verletzt und es entstanden keine Schäden am Schiff. Allerdings wurden Kleinstpartikel, die nach ersten Einschätzungen von Sicherheitsexperten von Abwehrraketen stammen könnten, auf dem Passagierdeck gefunden. Von diesen geht keine Gefahr aus. Die Gäste an Bord von AIDAdiva wurden umgehend durch die Schiffsführung informiert. AIDAdiva hat ohne Verzögerung seine Reise fortgesetzt und befindet sich derzeit auf dem Weg nach Kreta, wo es am Mittwoch, den 9. Juli 2014, um 8 Uhr planmäßig anlegen wird.

Wir bedauern es sehr, dass die Gäste von AIDAdiva Zeugen dieses Zwischenfalls wurden. Wir versichern allen unseren Gästen, dass für AIDA Cruises die Sicherheit von Gästen und Crew jederzeit oberste Priorität hat. Die aktuelle Sicherheitslage in Israel wurde und wird durch uns permanent beobachtet und mit Hilfe eigener und externer Analysen qualitativ bewertet. Auf Basis dieser Analysen entscheiden wir für jede einzelne Reise, ob und welche Maßnahmen gegebenenfalls Änderungen eingeleitet werden. Bis heute Abend lag keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Ashdod vor.“

Der Beitrag ist zu finden, indem ihr links auf „Beiträge auf der Seite“ klickt und dann die Frage von Marco K. öffnet!

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Youtube-Video zum AIDAdiva Raketen-Vorfall

Ich habe die aktuellen Geschehnisse in einem Youtube-Video für euch zusammen gefasst…

Nachtrag: Focus und Bild Online berichten auch!

Endlich ist auch die Tagesthemen-Ausgabe vom 7. Juli online… Ich fasse das Gespräch zwischen Moderator Thomas Roth und Reporter Richard Schneider für euch etwas zusammen…

Thomas Roth moderiert an: Zuerst schauen wir aber aus gegebenem Anlass direkt nach Israel, denn dort scheint die explosive Lage zu eskalieren. Die israelische Luftwaffe bombadierte Gaza; am Abend dann feuerte die radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas dutzende Raketen auf Süd-Israel. In der Nähe des Kriesengebiets lag ein deutsches Kreuzfahrtschiff: die AIDAdiva, die offenbar zwischen diese Konflikt-Linien geriet. Das Schiff lag im Hafen von Ashdod. Nach allem was wir hören, hat die AIDA den Hafen aber wieder verlassen. Richard Schneider, in Tel Aviv… Können Sie uns denn genauer sagen, was dort geschehen ist und ob das Schiff in Mitleidenschaft gezogen wurde?

Richard C. Schneider: Ja, also zunächst einmal… Wir haben ein Video bekommen, das schauen Sie sich jetzt zunächst bitte einmal an! Und, es schaut sehr bedrohlich aus… Aber ich kann zunächst einmal beruhigen: Weder den Passagieren, noch dem Schiff ist irgendetwas passiert! Ich hatte dann die Gelegenheit, mit einem Passagier zu sprechen. Diese Dame erzählte mir, am Telefon jetzt – kurz vor der Sendung, dass sechs Raketen in Richtung des Schiffes abgefeuert wurden – aus Gaza, direkt auf das Schiff zu… (Nun ist das Video zu sehen) – Und dass diese Raketen explodierten, ob sie von selbst explodierten oder ob es daran liegt, dass die Abwehrraketen der Israelis sie abgeschossen haben, konnte sie mir nicht sagen. Auf alle Fälle sind große Teile dieser Raketen auf das Schiff gestürzt. Es ist aber niemand verletzt worden. Der Schock ist groß. Aber, wie sie mir sagte, haben natürlich schon einige Passagiere diese Bruchstücke an sich genommen, als ein „Souvenirstück“. Aber die Dame selber und die anderen Passagiere sind noch unter Schock und sind froh, dass sie weit weg kommen aus dieser Region. Aber sie sind in Ordnung.

Thomas Roth: Richard, warum eskaliert die Lage jetzt plötzlich so?

(Nun erörtert der Reporter die Situation des Konflikts)

 

Bildschirmfoto 2014-07-07 um 23.16.28

 

Alle Kommentare (10)

Tim Wiedemann (DXTRAIN) 17.02.2016 18:06

Nun ja man merkt das man selbst ein Kreuzfahrtschiff nicht immer ein Ort zur Entspannung sein kann. Aber so gut wie immer (für Gäste). Mein Lob an die Reaktion des Käptens eine Durchsage zu machen. Nur ich glaube auch nicht das Raketenstücke als "Souvenir" genommen wurde. So was will man doch lieber vergessen.

Eine Urlauberin 13.07.2014 19:11

Ich war auf der Diva, die meisten Leuten haben es überhaupt nicht mitbekommen. Erst als der Käpten eine durchsage machte. Ganz einfach, wir waren am falschen Ort um diese Zeit. Das Ziel war ja gar nicht die Diva.
Uebrigens Isral ist eine wunder volle Stadt, ich bin froh durfte ich dort sein. Immer wird regelrecht in den Medien übertrieben. Es war ein Super Urlaub einmal Aida immer Aida.

Kerstin 09.07.2014 20:21

Also, mein Sohn ist auf der Diva und hat den Raketenangriff live erlebt. Er hatte nicht das Gefühl, dass bewusst die AIDA beschossen wurde, sondern das Schiff war seiner Meinung nach nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Was die Meinungen hier betrifft, dass einige Leute "sich bewusst in Gefahr begeben hätten", weil sie diese Reise gebucht haben, bringt mich echt auf die Palme. Mein Sohn hat diese Kreuzfahrt vor ca. einem 3/4 Jahr gebucht. Zum damaligen Zeitpunkt sollte die Diva überhaupt nicht den Hafen Ashdod anfahren. Ursprünglich sollte Kairo angefahren werden, aber aufgrund der brisanten politischen Lage hat AIDA die Route dann vor einigen Monaten auf Ashdod geändert. Zum Zeitpunkt der Buchung war Ägypten noch ein unbedenkliches Ziel, Israel ebenfalls. Von "bewusst in Gefahr begeben" kann also gar keine Rede sein. Er hätte natürlich auch über 1.000 EURO einfach wegwerfen und stornieren können. Das wäre die einzige Alternative gewesen.

Thomas 08.07.2014 18:56

Nun... So lange von der Diva noch nicht zurückgeschossen wird, ist es wohl noch ein reines Kreuzfahrtschiff ... Lasst die bloß Ganz, brauche sie am 26.9 noch

Tom 08.07.2014 18:31

sind letzten Monat mit der AIDAdiva gereist. Ich stand bei Gewitter im überdachten Außenbereich als plötzlich der Blitz in das Schiff einschlug. Das Wasser lief wenig später aus Verkleidungen und Lampen in das innere. Aufzüge und ein Treppenhaus unpassierbar. Windstärke 6, Wasser spritzte bis in die Kabinen auf das 5.Deck . Ausflug Istanbul: Schere Krawalle, Ausflug Athen: In GroßDemo von rechtsradikalen Griechen hineingeraten. Und wir Deppen dachten, schlimmer geht es nicht...........................

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