AIDA Academy

So werdet ihr Offizier auf hoher See

Der Kreuzfahrtmarkt wächst und gedeiht. Auch AIDA Cruises, der deutsche Marktführer für Kreuzfahrten, sucht qualifizierte Nachwuchs-Offiziere für seine Flotte. In der unternehmenseigenen AIDA Academy bietet AIDA eine kreuzfahrtspezifische und praxisorientierte Ausbildung mit Übernahmegarantie. In einem einzigartigem Studienprogramm lernen und trainieren die Studierenden den Umgang mit allen wichtigen Funktionen der Kreuzfahrtschiffe.

Ausbildung in der AIDA Academy in Rostock

Text: Stefan Heinrich/Dominik Bielas

Plötzlich blinken die roten Lampen an mehreren Geräten gleichzeitig, ein Warnton signalisiert, dass irgendwo im Maschinenraum etwas nicht stimmt. Manch einer würde in so einer Situation unter Stress geraten, aber vor den Apparaturen wird ruhig und konzentriert weitergearbeitet. Der Maschinenraum ist einer der wichtigsten Bereiche eines Kreuzfahrtschiffes. Dass hier keine Hektik ausbricht, hat verschiedene Gründe. Zum einen werden die anwesenden Studierenden für genau solche Momente ausgebildet. Sie kennen als angehende Schiffsbetriebstechniker alle Funktionen der Instrumente und wissen, was wann zu tun ist. Zum anderen mag es auch daran liegen, dass dieser Maschinenraum nicht im Bauch eines echten Schiffes liegt, sondern im Simulationszentrum an der AIDA Academy, mitten im Herzen von Rostock.

Um den stetig wachsenden Bedarf an qualifizierten Offizieren zu decken, bildet das Kreuzfahrtunternehmen AIDA seinen Nachwuchs seit 2008 an der unternehmenseigenen AIDA Academy in Rostock aus. Die Mischung aus Hochschulstudium, kreuzfahrtspezifischen Zusatzvorlesungen und Praktika an Bord der AIDA Schiffe ist der perfekte Grundstein für eine Karriere auf hoher See. Das Simulationszentrum verfügt über originalgetreue Nachbauten der Brücke von AIDAblu sowie einen Maschinenraumsimulator. Die Studierenden der Bachelor-Studiengänge Nautik, Schiffsbetriebstechnik und Schiffselektrotechnik trainieren hier und bereiten sich auf alle nur denkbaren Situationen vor. Doch diese hochmoderne Spielwiese für Seeleute ist nur ein Teil des Studiums bei AIDA. „Das Besondere an unserem Ausbildungskonzept ist der hohe Praxisbezug“, erklärt Ausbildungsleiter Daniel Schimmelpfennig, „die Studierenden können das Gelernte sowohl im Simulator als auch direkt auf einem unserer Schiffe anwenden und umsetzen.“

Vor den sechs beziehungsweise acht Studiensemestern an Land verbringen die Studierenden ein Jahr auf hoher See. Zunächst absolvieren sie die notwendige Sicherheitsgrundausbildung für Seeleute in Rostock sowie eine dreiwöchige seemännische Grundausbildung an Bord des Segelschulschiffs „Grossherzogin Elisabeth“. Für die technischen Studiengänge findet darüber hinaus eine 12-wöchige Metall- und Elektroausbildung im Rostocker Überseehafen statt. Anschließend geht es für ein mehrmonatiges Bordpraktikum auf eines der zehn Schiffe der AIDA Flotte, um das Leben und Arbeiten an Bord intensiv kennenzulernen und hinterher zu wissen, ob die Karriere auf See auch wirklich das Richtige für einen ist.

Danach kehren die frisch ausgebildeten Offiziers-Assistenten zurück aufs Festland, um den theoretischen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren. Hier kooperiert AIDA Cruises mit der Hochschule Wismar, um ihren zukünftigen Offizieren die akademische Grundlage für den Hochschulabschluss Bachelor of Science zu bieten. Ergänzend finden kreuzfahrtspezifische Zusatzvorlesungen an der AIDA Academy statt. In Fächern wie beispielsweise maritimes Englisch, Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Leadership und Persönlichkeitsentwicklung sowie in weiteren maritimen Spezialkursen unterrichten AIDA Mitarbeiter als auch Spezialisten aus Industrie, Lehre und Forschung die Studierenden.

Nach weiteren Praxisphasen an Bord der AIDA Schiffe und dem erfolgreichen Abschluss der Bachelorarbeit erwarten die Absolventen glänzende Berufsaussichten: AIDA gibt nicht nur eine Übernahmegarantie, sondern stellt die Nachwuchsoffiziere für die ersten fünf Berufsjahre fest ein – Bedingungen, von denen Studierende anderer Fächer derzeit nur träumen können.

AIDA Academy Infokasten

Schultyp Unternehmenseigene Akademie von AIDA Cruises in Kooperation mit der Hochschule Wismar
Sitz Rostock
Gründungsjahr 2008
Zahl der Studierenden 120
Studiengänge Nautik/Seeverkehr, Schiffsbetriebstechnik und Schifrfselektronik
Studienbeginn jeweils August
Aufnahmebedingungen Abitur/Fachhochschulreife mit einem Notenschnitt von mindestens 2,5, Interesse für die Fächer Mathematik, Physik, Technik und Fremdsprachen, Seediensttauglichkeit und ein erfolgreiches Auswahlverfahren
Abschluss Bachelor of Science

Portraits aktueller Studierenden

Katharina Lambertz, 25, studiert Schiffsbetriebstechnik

„Ich werde mich später um die Geräte und Apparate im Maschinenraum kümmern. Das Spannende daran ist, dass sich die Arbeit sehr abwechslungsreich gestaltet und ich mit hochmoderner und faszinierender Technik zu tun habe. Vor meiner Zeit bei AIDA habe ich vier Semester Bauingenieurwesen studiert, das war mir viel zu theoretisch. An der Academy ist das Verhältnis von Theorie und Praxis perfekt. Ich muss nicht erst ewig studieren, um mein Wissen nach unzähligen Praktika sinnvoll einsetzen zu können. Nach dem ersten Praxis-Jahr gehen wir in den Semesterferien immer wieder an Bord. Die Zeit auf dem Schiff ist wunderschön, aber mit einer Sieben-Tage-Woche auch fordernd. Allerdings werden wir immer wieder belohnt: Am frühen Morgen im Hafen von New York einzulaufen ist einfach unglaublich.“

Christian Breier, 29, studiert Schiffselektrotechnik

„Ich war schon immer technisch interessiert und liebe es, Probleme zu lösen. Darum macht mir auch die Fehlersuche im Simulator besonders viel Spaß. Nach meinem Studium werde ich als Schiffselektroingenieur vom Telefonanschluss bis hin zur Navigationselektronik für alles an Bord verantwortlich sein, was elektronisch betrieben wird. Einfach nur als Elektroniker arbeiten wollte ich nicht. Durch meine Ausbildung bekomme ich auch Einblicke in die Nachrichtentechnik und Entertainmentsysteme. Außerdem ist das Studium eine super Vorbereitung, um später als Führungskraft an Bord zu arbeiten. Gut finde ich auch den Arbeitsrhythmus von drei Monaten an Bord und gut einem Monat frei. Da bleibt viel Zeit, um Urlaub zu machen und Zeit mit der Familie zu verbringen.“

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