12 Tote in Dänemark: Listerien-Infektion von Fähre – Falschmeldung!

Die Listerien-Infektion, über die ich gestern Nachmittag berichtet habe, ist nicht mit DFDS in Verbindung zu setzen. Das stellte ein Sprecher des Unternehmens gestern Abend per Mail klar. Auch die BILD habe den entsprechenden Artikel geändert und mittlerweile komplett von seiner Startseite rausgenommen.

Benoît Surin von DFDS stellt klar: Am Dienstag, 12.08.2014, warnte die dänische Lebensmittelbehörde vor erhöhten Werten von Listerien-Bakterien in Produkten des dänischen Lebensmittelherstellers Jørn A. Rullepølser A/S. Betroffen ist die Wurstsorte Rullepølser, die seit dem 28. April 2014 in über 1.000 Geschäften in ganz Dänemark verfügbar ist. Die Lebensmittelbehörde rief zudem Verkäufer dazu auf, die genannte Wurst aus dem Verkauf zu nehmen. Die Reederei DFDS Seaways, die ebenfalls die Wurst verkauft bzw. zum Verzehr in seinen Restaurants auf der Route zwischen Kopenhagen und Oslo angeboten hat, hat unmittelbar reagiert und folgende Maßnahmen getroffen:

1. Die Wurst wurde in den Restaurants und den Shops aus dem Sortiment genommen.

2. Die Reederei veröffentlichte ein Statement auf der Homepage und bat seine Kunden, sich bei der Lebensmittelbehörde genau zu informieren.

DFDS Seaways möchte außerdem darüber informieren, dass keine Verbindung zwischen der an Bord von DFDS Seaways verkauften Wurst und den erkrankten bzw. gestorbenen Personen besteht. Auch die dänische Lebensmittelbehörde bestätigt, dass kein Zusammenhang zwischen den Infektionsfällen und der Reederei besteht!

Soweit die Meldung. Tatsächlich ist in dem Artikel auf Bild Online das Wort „Fähre“ oder konkret die Firmenbezeichnung „DFDS“ nicht mehr zu finden. Eine Ente? Gut möglich. Ich hoffe, dass euch diese Richtigstellung erreicht!!!

Euer Captain Kreuzfahrt

 

Bild.de ändert Artikel – Eine Schlagzeile sorgte für Verwirrung

Der Axel Springer Verlag berichtet, dass in Dänemark 12 Menschen an einer gefährlichen Listerien-Infektion gestorben sind. Bild Online geht davon aus, dass die Menschen nach dem Verzehr der Wurstspezialität „Rullepölse“ krank wurden. Jetzt schlage die große Reederei „DFDS“ Alarm. Die Wurst sei an Bord der Fähren verkauft wurden, teilt die Bild ihren Lesern mit.

Bildschirmfoto 2014-08-13 um 14.22.11Betroffen seien nach vorläufigen Angaben Fahrten zwischen Dänemark und Norwegen. DFDS bitte deshalb alle Passagiere, die nach dem 28. April auf der Fähre gegessen haben, sich genau zu informieren. Mein Kontakt bei DFDS in Hamburg konnte diese Darstellung auf meine Nachfrage nicht bestätigen. „Sobald wir mehr wissen, werden wir dazu eine Stellungnahme heraus geben“, heißt es aus der Deutschland-Zentrale auf meine Nachfrage.

Bislang, so Bild.de spreche nichts dafür, dass belastete Wurstwaren auch in Deutschland verkauft wurden. Und weiter: „Der Lebensmittelskandal, der unser beliebtes Urlaubsland Dänemark erschüttert: In der dänischen Spezialität „Rullepölse“ der Firma „Jørn A. Rullepølser AG“ aus Kopenhagen wurden Listerien gefunden. Zwölf Menschen, die von den Keimen vergiftet wurden, sind gestorben. Das Unternehmen wurde geschlossen, die Produkte werden gerade zurückgezogen.“