Reisebericht: Tag 7 auf der Mein Schiff 1 von den Kanaren mit Agadir – Lanzarote, karg und abwechslungsreich

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_meerDie Zeit an Bord ging viel zu schnell vorbei. Nun sitze ich schon etliche Tage wieder am Steuer meines kleinen Kreuzfahrt-Blogs und mir fällt es zunehmend schwerer, mich an die vielen schönen Dinge zu erinnern, die wir auf der Mein Schiff 1 bei der Kanaren mit Agadir-Kreuzfahrt erlebt haben. Aber zum Glück hat mein guter Freund Fabian ja ein Bord-Tagebuch geführt und sich viele Notizen gemacht. Am letzten vollen Tag unserer Kreuzfahrt steuerte der Kapitän das Schiff in den Hafen von Arrecife auf Lanzarote. Was wir dort erlebt haben – lest selbst, im Reisebericht von Fabian von Tag 7 auf der Mein Schiff 1 von den Kanaren mit Agadir – Lanzarote, karg und abwechslungsreich

africa windmills and the sky in  isle of lanzarote spainMeine Eltern hatten Lanzarote in den Neunziger Jahren mal besucht und danach beschlossen: „Einmal Lanzarote reicht.“ Meine Erwartungen an die karge Vulkan-Insel waren dementsprechend gering. Auch Captain Kreuzfahrt teilte meine Erwartung, dass wir den schönsten Teil unserer Kreuzfahrt bereits hinter uns hatten. Dementsprechend ruhig und entspannt starteten wir in den Tag. Das Anlegen haben wir an diesem Tag verschlafen. Erst als Kinder vor dem Balkon unseres Schiffs nach ihren Eltern riefen, wurden wir geweckt. Mit der Nespresso-Maschine, die in jeder Kabine der Mein Schiff-Flotte nicht fehlen darf, machten wir uns unsere ersten beiden Tassen Kaffee. Zwei Kapseln sind jeden Tag inklusive. Ein toller Service – und richtig lecker, um in den Tag zu starten.

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_atlantik_restaurantUnserer erster Restaurant-Besuch dieses Tages führte uns einmal mehr ins Atlantik-Restaurant: Die große Auswahl an Brot und Brötchen, Croissants und anderem Gebäck sowie die reichhaltige Auswahl an süßem und deftigem Brotbelag hat uns einfach überzeugt. Während sich Captain Kreuzfahrt einmal mehr am geräucherten Fisch bediente, stand mir der Sinn heute mehr nach Honig, Marmelade und mehr. Nach bitteren Cocktails vom Vorabend brauchte ich jetzt das Gegenteil… Einen kleinen Zucker-Schock. Das tat gut.

Gestärkt und frisch zurecht gemacht, ging’s über Deck 5 ins Freie. Seit 8 Uhr standen hier Shuttlebusse bereit, die die Mein Schiff-Gäste in die Inselhauptstadt Arrecife fuhren. Der Hafen war JWD – janz weit draußen. Zu Fuß hätte man das nicht oder nur schwer schaffen können. Die Tickets dafür gab’s an der Rezeption, an der sich kleine Schlangen bildeten. Auf die Idee auszuschlafen, waren offenbar noch andere Passagiere gekommen. :)

a_lanzarote_booteWir fuhren in die Stadt und wurden direkt an einem kleinen Wohn-Container raus gelassen, in dem zwei Mitarbeiterinnen des Tourismus-Amts kostenfreie Stadtpläne verteilten. Ein klein wenig schlauer irrten wir durch die Gassen und Straßen, über Brücken und Kreuzungen hinein in die City. In den Lagunen lagen traumhaft schön kleine Schiffe, mit denen die Einheimischen wohl aufs Meer hinaus fahren, um zu angeln oder ihre Freizeit zu verbringen… Die Innenstadt selbst: Spanische Supermärkte, Cafés und Restaurants – sonderlich touristisch wirkt der Stadtkern nicht. Immerhin hat das ja auch seine positive Seite. Endlich mal kanarische Lebensart pur erleben, ohne die auf Kommerz ausgerichteten 1-Euro-Läden und China-Gadget-Buden mit Brimborium. Wir bummelten an der Promenade entlang, sahen Fischern bei ihrer Rückkehr zu, beobachteten eine Weile zwei Männer, die erfolglos angelten und wunderten uns über die lebensfrohe Art der Menschen in Arrecife. Der Ort scheint typisch für die Kanaren zu sein: Ob reich, ob arm… Hier spielt das irgendwie keine Rolle und das eine ist vom anderen auch nicht auf den ersten Blick zu unterscheiden.

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_goschGegen Mittag waren wir auf dem Schiff zurück und aßen erstmals getrennt. Der Captain ließ sich einmal mehr Fisch im Gosch-Restaurant schmecken und ich zog dann doch eher das leichte Essen im Bistro La Vela vor. Eine gute Entscheidung, die jeder für sich traf. Der Captain schwärmte vom Grillteller und als Vorspeise gab’s einen Salat mit reichlich Nordsee-Krabben und ich ließ mir Pizza und Pasta schmecken. Weil die beiden Restaurants in der Nähe des Hecks sind, hatten wir beim Essen sogar gelegentlich Blick-Kontakt. So nah liegen sich die beiden Einrichtungen. :)

San Gabriel CastleNach dem Essen fuhren wir erneut in die Stadt, nahmen uns einen Mietwagen und wir können nur sagen: Wahnsinn. Die Insel ist wirklich karg und dennoch abwechslungsreich. An manchen Stellen meint man, man wäre auf dem Mond. Kurios auch, dass die Spanier ein halb versunkenes Schiffs-Wrack der Brandung überlassen. Dies ist direkt auf dem Weg von der Anlegestelle in die Stadt zu sehen und erinnert ein bisschen an unorganisierte Staaten – aber nicht an Spanien… Whatever!? :-)

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_rettungsringAuf dem Schiff haben wir zu diesem Zeitpunkt die Sky Bundesliga-Konferenz verpasst. Diese ist sowohl im Bordfernsehen auf der Kabine als auch in der Außenalster Bar auf Deck 11 ebenso wie im Casino auf Deck 7 zu sehen. Cool: So macht Rudelgucken noch mehr Spaß. Das umfangreiche Sport-Programm, dass es an diesem Tag auf der Mein Schiff 1 gab, haben wir ebenfalls nicht genutzt. Ganzkörpertraining, Zumba, Bauch & Rücken und noch viel mehr gab’s im Angebot… Wir erkundeten aber lieber die Kanaren. Auch beim Shuffleboard, was auf dem Promenadendeck auf Deck 6 angeboten wurde, waren wir nicht dabei. Am Abend wurde Bingo angeboten, und ein Lektoren-Vortrag zum Thema „Geschichte der Kreuzfahrt“. Das Turnier-Finale im Black Jack, die Finissage der Bordmalerin und ein Piano-Konzert in der Blaue Welt Bar auf Deck 5 waren sicher alles schöne Veranstaltungen… Aber auch dies: ohne uns. :)

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_theater_byeAm Abend verabschiedete sich die Crew im Theater auf den Deck 6 und Deck 7 von uns. Die Seekarte mit unserer Route, die wir gefahren sind, wurde zu Gunsten eines Crew-Fonds verlost. Eine Frau aus Bielefeld räumte die Karte samt kunstvoller Verzierung ab. Anschließend wurde es rührselig: Ein Großteil der Crew – die ganze Bühne voll – kam winkend aus allen Richtungen auf die Bretter, die die Kreuzfahrt bedeuten. So viele Menschen aus so vielen Ländern – das war schon bewegend und schade zugleich, dass es morgen heißen würde: Abschied nehmen. Der charmante und mit seinem Wiener Schmäh imemr wieder punktende Kreuzfahrtdirektor führte durchs Programm, ehe das letzte Mal bei dieser Kreuzfahrt der Vorhang zu einer Theater-Show fiel. Genesis, eine paradiesische Revue, lautete der Titel und die professionellen Schauspieler zeigten einmal mehr ihr Können auf der Bühne. Noahs Arche und mehr – das Ganze wirkte wie eine Mischung aus Comedy-Nummer, Bibellesung und seichter Einmann-trotzdem-mit-mehreren-auf-der-Bühne-Unterhaltung… Aber das kann man weder den Schauspielern noch den Planern im Hintergrund übel nehmen. Es kann halt nicht immer alles großartig sein und sicher ist das auch Geschmackssacke. :)

a_kreuzfahrt_mein_schiff_1_pooldeckWir zogen durch die Bars und uns dann schließlich in die Kabine zurück. Die letzte Nacht – sie verging wie im Fluge. Eine schöne Kreuzfahrt geht zu Ende und es tut fast ein bisschen weh, den netten Menschen an Bord – und auch dem unvergleichlichen Service – Ciao sagen zu müssen. Gutes Essen, Rundum-Verpflegung… Das werde ich zuhause echt vermissen. :-)

Zum Abschluss des Tages möchte ich euch noch ein paar Bilder zeigen…

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Auf vielen Kanaren-Inseln werden Radtouren angeboten. Auch Lanzarote ließ sich per Rad oder beim Joggen entdecken!

Unsere Balkon-Kabine war immer sehr, sehr gepflegt. Wir haben uns an Bord der Mein Schiff 1 rundum wohl gefühlt!

Unsere Balkon-Kabine war immer sehr, sehr gepflegt. Wir haben uns an Bord der Mein Schiff 1 rundum wohl gefühlt!

Im Haupt-Restaurant Atlantik gab's am letzten Abend gebratenes Gemüse - sehr schön drapiert. Einfach lecker!

Im Haupt-Restaurant Atlantik gab’s am letzten Abend gebratenes Gemüse – sehr schön drapiert. Einfach lecker!

Nicht nur die Vorspeise war sensationell. Auch das Dessert war sehr, sehr gut: Sorbet, in Champagner schwimmend mit Blattgold.

Nicht nur die Vorspeise war sensationell. Auch das Dessert war sehr, sehr gut: Sorbet, in Champagner schwimmend mit Blattgold.

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Captain Kreuzfahrt und ich bedanken uns für die tolle Reise mit der Mein Schiff 1 bei allen Mitreisenden und vor allem der Crew um Kapitän Dimitris S. Papatsatsis!

 

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