Reisebericht: Tag 3 auf der Mein Schiff 1 von den Kanaren mit Agadir – Marokko, Land der Kontraste

a_meinschiff1_bericht7Drei Tage wieder auf der digitalen Brücke meines Kreuzfahrt-Blogs und die Erinnerung an einen sehr, sehr schönen Urlaub beginnt langsam zu verblassen. Klar, da waren viele Highlights – wie etwa Landausflüge, das super Essen auf der Mein Schiff 1 und die tollen Abende an Deck und in den Bars – aber trotzdem… Der Alltag holt einen ja doch recht schnell ein, oder!? Umso besser, dass mein Kumpel Fabian sein Reisetagebuch geführt hat und auch mich mit seinen Erinnerungen wieder an die schöne Zeit auf der Kanaren-Kreuzfahrt denken lässt. Hier nun sein Reisebericht vom dritten Tag auf der Mein Schiff 1 von den Kanaren mit Agadir – Marokko, Land der Kontraste. Viel Spaß! :)

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Die zweite Nacht auf der Mein Schiff 1 war klasse. Nach reichlich Cocktails und Getränken im Casino und in der Tui-Bar fielen wir in unsere Betten und schliefen perfekt. Als ich aufwachte, was Captain Kreuzfahrt schon aufgestanden und drehte seine Runden im Jogging-Bereich auf Deck 12. Dank der Pool-Kamera konnte ich ihn dabei sogar auf einem Kanal im Fernseher in der Kabine beobachten. Er hat gehechelt, kann ich euch sagen! :)

Am dritten Tag unserer gemeinsamen Reise gingen wir zum Frühstück ins Haupt-Restaurant Atlantik. Das hatten uns Bekannte am Abend empfohlen. Und tatsächlich: Es war der Hammer. Eine riesige Eis-Skulptur, die ein Crew-Mitglied am Vortag an Deck „geschnitzt“ hatte, stand auf einem Tisch. Dort wurde Kaviar angeboten. Das habe ich aber erst am Platz bemerkt. Da hatte ich mir schon einen Teller mit diesen bunten Streifen geschnappt und nun galt es: runter mit den Fisch-Eiern! Hecht, Lachs und Stör-Kaviar waren an diesem Tag im Premium Alles Inklusive-Konzept bereits enthalten. Ein Hammer für Gourmets. Ich habe mir gedacht: „Unwissenheit verpflichtet. Das kannst du jetzt nicht zurück gehen lassen“, und ich habe mir die Delikatesse ’schmecken lassen‘.

a_marokko1Wir hatten recht früh in Agadir, Marokko, angelegt. Vom Balkon aus waren direkt vor uns riesige Silos zu sehen – mit der Nationalflagge Marokkos: grüner Stern auf rotem Grund. Nach dem Frühstück ging’s direkt vor die Tür. Wir haben uns für die Teilnahme am Landausflug „Taroudant und die fruchtbare Souss-Ebene“ entschieden. Christin, unser Tour-Guide von Tui Cruises, begrüßte uns freundlich im Bus und übergab dann an einen Marokkaner, der recht gut Deutsch sprach und uns die Eigenheiten seines Landes vorstellte. Nach einem Erdbeben sei Agadir 1960 nahezu vollständig zerstört worden. Mittlerweile sei aber alles wieder gut aufgebaut. Einige Ruinen – möglicherweise haben sie mit dem Erdbeben wenig zu tun – waren direkt an den Straßen aber durchaus zu sehen. Auf der anderen Seite sahen wir auch viele Pracht-Bauten mit Kaufpreisen pro Quadratmeter, die eher an München oder Düsseldorf erinnern als an Marokkos Hafenstadt. Nach rund 50 Minuten Fahrt im klimatisierten Bus (entweder zu heiß oder eiskalt :-) kamen wir in der Kleinstadt Taroudant an, die am Fuße des Atlas-Gebirges liegt.

a_taroudantTaroudant wird auch die kleine Schwester von Marrakech bezeichnet – allein die Stadtmauer aus Lehm war schon eine Sehenswürdigkeit an sich. Wir passierten die Mauer und liefen über einen kleinen Souk. Stoff, Schuhe, die traditionellen Dolche – jede Menge Klimbim aus China, aber auch Handwerkswaren gab’s zu kaufen. Nach etwa zehn Minuten ging’s weiter auf einen Marktplatz. Geschäftiges Treiben, ein Schlangen-Beschwörer mit einer Cobra, der sich nur gegen Geld fotografieren lassen wollte, Schuhputzer und der Aufruf zum Gebet aus einer Moschee – das alles war schon recht beeindruckend. Arme Leute, reiche Leute – so nah und friedlich beieinander. :)

a_marokko_ziegenAuf dem Rückweg hielten wir noch bei einer Art Großgrundbesitzer des Hinterlandes an. Er hatte sich – verschanzt hinter Mauern und hohen Toren und von einem Sicherheitsdienst geschützt – eine kleine Oase geschaffen. Teiche – Orangenplantagen – und ein Nachmittags-Snack sowie die Besichtigung der Bananen- und Paprika-Plantagen rundeten den Ausflug ab. Auf dem Rückweg standen wir im Stau. :)

Ach ja: Als wir die Sous-Ebene übrigens durchquerten sahen wir eine Kuriosität: Ziegen, die auf einem Baum nach fressbarem suchten. Ein irrer Anblick. Die Argan-Bäume und ihr rotes Öl scheinen ein ganzes Kapitel für sich zu rechtfertigen…

a_meinschiff1_bericht5 Als wir wieder auf dem Schiff waren, machten wir einen Abstecher in die Himmel & Meer Lounge im vorderen Teil des Schiffes, direkt auf Deck 12, über der Brücke. Den rechten Teil des „Aufbaus“ macht die X-Lounge aus, die nur für Suiten-Gäste vorbehalten ist. Die tolle Aussicht in der Lounge, die gemütlichen Sitz-Säcke und Sitzgelegenheiten… Leute, diesen Bereich der Mein Schiff 1 solltet ihr euch nicht entgehen lassen! Der Sonnenuntergang an dieser Stelle ist einfach unvergleichlich schön! :)

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Zum Abendessen ging es wieder ins Restaurant Atlantik – und ins Nachtleben auf dem Schiff. Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns. Zu erwähnen bleibt bloß noch eine Anekdote von der Rückkehr auf die Mein Schiff 1. Es ist üblich, dass man – wenn man wieder an Bord will – wie beim Flughafen durch eine Sicherheits-Schleuse muss. Weil mein Kumpel Captain Kreuzfahrt unbedingt einen Dolch aus Marokko mitbringen wollte, hatte er nun beim Sicherheits-Offizier ein Problem… „I’ve got something to declare“, hat Captain Kreuzfahrt dem Security-Mitarbeiter erklärt – und landete prompt im Buch für „Konfiszierte Gegenstände“. Das Andenken an seine Reise nach Marokko konnte er sich am letzten Tag unserer Reise, als er wieder von Bord ging, abholen… Also: Auch das ist möglich! :-)

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