Segelyacht in gefährlicher Brandung: Helden der Seenotrettung befreien Mann aus kritischer Zone

Die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Damp haben am Donnerstagnachmittag, 1. Mai 2014, eine manövrierunfähige Segelyacht mit einem Mann an Bord aus der gefährlichen Brandungszone vor dem schleswig-holsteinischen Ostseebad Damp befreit. Der Skipper der Yacht war zuvor über Bord gestürzt und von Surfern gerettet worden. Aufmerksame Spaziergänger alarmierten gegen 19.30 Uhr Vormann Thomas Schulze der DGzRS-Station Damp. Eine Segelyacht trieb offenbar manövrierunfähig auf den Strand zu, und einer der beiden Segler war beim Ansteuern des Hafens über Bord gestürzt. Der Vormann reagierte sofort: Bereits kurze Zeit später liefen die Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot Karl Van Well aus.

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Das Seenotrettungsboot Karl van Well von der Station Damp der DGzRS in seinem Revier. – Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Mittlerweile war die Yacht Valia in der Brandungszone bei Ostwind mit Böen von bis zu sechs Beaufort (bis 49 km/h) auf Grund gelaufen und wurde bei einem Seegang von rund zwei Metern hin und her geworfen. „Den ins Wasser gefallenen Segler konnten wir nicht mehr sehen, als wir vor Ort eintrafen“, berichtet Thomas Schulze. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt schon wieder an Land – mit Hilfe von Surfern war es ihm gelungen, an den Strand zu schwimmen. Trotz der schwierigen Bedingungen vor Ort stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung zum Havaristen her. Der zweite Segler war nicht in der Lage, das Manöver in der gefährlichen Brandungszone zu unterstützen. „Er war nur froh, uns zu sehen“, sagt Vormann Schulze. Die Seenotretter brachten ihn und die Segelyacht sicher in den Hafen von Damp.

Außerdem war die Flotte der DGzRS am Maifeiertag auf Nord- und Ostsee in elf weiteren Fällen für 23 Menschen im Einsatz. Unter anderem im Greifswalder Bodden: Rund fünf Seemeilen (etwa neun Kilometer) nördlich von Lubmin half der Seenotkreuzer Eugen von der Station Greifswalder Oie der zweiköpfigen Besatzung einer Segelyacht mit Mastbruch und schleppte sie nach Lubmin ein.

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