Segelyacht in Not: Freiwillige Seenotretter aus Gelting retten Besatzung aus stürmischer See

Der erste Segeltörn der neuen Saison hat für die vierköpfige Besatzung der Segelyacht Mosquito sein Ende im Schleppeines Seenotrettungsbootes gefunden. Bei stürmischem Wetter waren zwei Erwachsene und zwei Jugendliche am Freitagabend, 14. März 2014, wegen eines Motorschadens ihres Bootes nördlich des Ostseebades Gelting in Not geraten. Die freiwilligen Seenotretter der „Jens Füerschipp“ von der Station Gelting der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren sehr schnell vor Ort und verhinderten so Schlimmeres.

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Gegen 19.15 Uhr alarmierte die Seenlotleitung Bremen der DGzRS die freiwilligen Seenotretter der Station Gelting: Eine Segelyacht trieb aufgrund eines Motorschadens manövrierunfähig auf die Sandbank vor dem Leuchtturm Kalkgrund etwa drei Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) nördlich von Gelting zu und drohte aufzulaufen. Bereits kurze Zeit später trafen die Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot Jens Füerschipp vor Ort ein. In der Zwischenzeit war es den vier Seglern gelungen, das rund 13 Meter lange Boot mit einem Anker provisorisch zu sichern.

Trotz Seegangs von eineinhalb bis zwei Metern und stürmischen Winden mit Böen der Stärke sieben bis acht (bis zu 74 km/h) aus südwestlicher Richtung gelang es der Besatzung der Jens Füerschipp, bei hereinbrechender Dunkelheit routiniert eine Leinenverbindung zum Havaristen herzustellen. Allerdings ließ sich der Anker der „Mosquito“ trotz mehrfacher Versuche nicht mehr einholen. Als schließlich auch noch die Ankerwinde riss, musste ein auf die Segelyacht übergestiegener Seenotretter die Ankerkette kappen. Nur so war es möglich, den Havaristen in Schlepp zu nehmen, um ihn bei weiter auffrischenden Winden aus der Gefahrenzone in den sicheren Hafen von Gelting-Mole zu bringen. „Die Situation hätte für die zwei Männer und zwei Jugendlichen aufgrund der Wetterlage schnell noch kritischer werden können“, sagte Vormann Thilo Heinze nach dem Einsatz. Nur dank ihres schnellen Eingreifens verhinderten die freiwilligen Seenotretter Schlimmeres.

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