Schnelle Hilfe für Verletzte auf See: Retter in Kieler Förde und Deutscher Bucht zeitgleich aktiv

Gleich zwei Mal haben die Seenotretter am Donnerstag, 20. März, verletzten Menschen auf See schnelle Hilfe gebracht. Die Besatzungen der Seenotkreuzer Berlin von der Station Laboe und Hermann Helms von der Station Cuxhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren nahezu zeitgleich auf der Kieler Förde und in der Deutschen Bucht im Einsatz. Gegen Mittag bat das unter russischer Flagge fahrende Küstenmotorschiff Sormovskiy 3067 auf der Ostsee um Hilfe. Ein Seemann (43) hatte sich an Bord eine tiefe Schnittverletzung zugezogen. Nach Rücksprache mit der Seenotleitung Bremen der DGzRS wurde entschieden, den Patienten auf schnellstmöglichem Wege mit dem Seenotkreuzer Berlin abzubergen (seemännisch für: in Sicherheit bringen).

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Die Berlin nahm zusätzlich zur Stammbesatzung eine freiwillige Seenotärztin an Bord. Der Frachter, der auf der Reise nach Riga war, drehte um und lief dem Seenotkreuzer entgegen. Nordöstlich von Kiel Leuchtturm gingen die Seenotretter längsseits des rund 115 Meter langen Kümos. Bei ruhigem Wetter übernahmen sie den verletzten Russen ohne Probleme. In Laboe übergaben sie den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

Zur gleichen Zeit war das Schwesterschiff der Berlin, der Seenotkreuzer Hermann Helms, in der Deutschen Bucht im Einsatz. Auf der Bohrinsel Mittelplate klagte ein Monteur über starke Rückenschmerzen. Auch in diesem Fall war der Seenotkreuzer das Einsatzmittel, das am schnellsten vor Ort sein konnte. Die Cuxhavener Seenotretter nahmen ebenfalls einen freiwilligen Seenotarzt an Bord. Sie übernahmen den Patienten, der nur noch liegend transportiert werden konnte, von der Mittelplate mit der von der DGzRS entwickelten speziellen Bergungstrage. In Cuxhaven übergaben sie ihn an den Landrettungsdienst.

Foto: DGzRS/Die Seenotretter

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