PRISE in Hamburg: Hamburg startet das Port River Information System Elbe nach 365-Tage-Test

SurPRISE, SurPRISE? Von wegen! Alles andere als überraschend hat der Hamburger Hafen heute ein neues Informations-System für die Schifffahrt gestartet. Ein Jahr lang hatte man PRISE erprobt. Die Abkürzung steht für Port River Information System Elbe, also Hafen Fluss Informationssystem Elbe. PRISE optimiert laut Mitteilung die Zu- und Ablaufsteuerung von Großschiffen auf der Elbe und im Hamburger Hafen. Die Informationsplattform für den Hamburger Hafen gilt als weltweit einmalig. Der offizielle Startschuss heute wurde kräftig gefeiert.

In der neuen IT-Plattform werden alle Informationen zu Schiffsanläufen und -abgängen von den an der Abfertigung beteiligten Terminals, Lotsen, Reedern odern Maklern sowie Schleppern, Festmachern und dem Oberhafenamt zusammengeführt. Im Hamburger Hafen und auf der Elbe müssen immer mehr Schiffe mit weiter zunehmenden Schiffsgrößen in kurzer Zeit abgefertigt werden. Um die steigende Komplexität bei der Planung und Durchführung bewältigen zu können, ist ein schnellerer Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten erforderlich. Durch PRISE wird die Planbarkeit der Revierfahrt auf der Elbe sowie der Schiffsbewegungen im Hafen verbessert und damit der Verkehrsfluss beschleunigt.

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PRISE wurde unter der Federführung des Hamburger Softwarehauses und Port Community Systems DAKOSY zusammen mit der Hamburger Hafen und Logistik AG, Eurogate, der Lotsenbrüderschaft Elbe, der Hafenlotsenbrüderschaft und der Hamburg Port Authority (HPA) entwickelt. Initiiert und finanziert wurde die Plattform durch die beiden Terminalbetreiber HHLA und Eurogate. „Der transparente Informationsaustausch nützt allen Beteiligten. Dank PRISE können wir den Zu- und Ablauf von Großcontainerschiffen effizienter steuern. Davon profitieren unsere Kunden und der gesamte Hafen“, bekräftigt Heinrich Goller, Geschäftsführer der HHLA Container Terminals, das Engagement der HHLA für die neue Plattform. Lob erfährt PRISE auch durch Peter Zielinski, Geschäftsführer des Eurogate Container Terminals Hamburg: „Mit Hilfe der zentralen Informationsplattform können wir vorausschauender planen, schneller auf kurzfristige Änderungen reagieren und unsere Ressourcen effizienter einsetzen.“

Senator: Innovative Technologie

Auch Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch zeigt großes Interesse an PRISE: „Der Hamburger Hafen ist auf innovative IT-Technologien wie PRISE angewiesen, wenn er seine Wettbewerbsposition als Welthafen halten und ausbauen will. PRISE verbessert den Verkehrsfluss im Hafen und auf der Elbe, so dass künftig die Schiffe – insbesondere Großcontainerschiffe – schneller und reibungsloser abgefertigt werden können.“

PRISE ist speziell auf die Bedürfnisse des Hamburger Hafens zugeschnitten. Zu den Daten, die in der Informationsplattform zusammenfließen, zählen  die Liegeplatzplanung und -anmeldung der Terminals, Statusinformationen zu den Schiffspositionen auf der Elbe ab Deutscher Bucht bis zum „Leinen fest“, die Schiffsanmeldungen der Elblotsen, die Zuständigkeitsmeldungen der Schlepper und Festmacher sowie die Wasserstandsvorhersagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Hafenkapitän: Transaprenz und schnelle Informationen

Bei der HPA, die die Liegeplatzanmeldungen aller Terminals im Hamburger Hafen koordiniert, nimmt die Plattform, so Hafenkapitän Jörg Pollmann, bereits einen großen Stellenwert ein: „PRISE sorgt für hafenweite Transparenz und bietet immer aktuellste Informationen zu allen Schiffsbewegungen. Mit PRISE besitzen wir ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, kein anderer Hafen weltweit verfügt über eine vergleichbare Plattform.“

Dieter Spark, Vorstand von DAKOSY, freut sich über die gute Resonanz nach der Erprobungsphase von PRISE: „Als Port Community System für den Hamburger Hafen bieten wir der Hafenwirtschaft seit über 30 Jahren innovative elektronische Plattformen an, mit Hilfe derer die Export- und Importprozesse optimiert und beschleunigt werden können. PRISE rundet unser Portfolio optimal ab. Am meisten beeindruckt uns, dass die Plattform bereits weit über die Grenzen Hamburgs bekannt ist.“

Ich weiß, etwas off topic… aber:

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