Bootschafter wird aktiv: Musiker Klaus Lage im Einsatz für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Den Alltag auf einem Seenotkreuzer hat der bekannte Musiker Klaus Lage bereits Anfang 2014 kennengelernt. Vor Cuxhaven übernahm er im Januar das Ehrenamt des Bootschafters der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Nun packte er selbst mit an: Am Messestand der Seenotretter auf der Boatfit in Bremen unterstützte Lage am Sonntag, 23. Februar 2014, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der DGzRS. Gegen Spenden ins Sammelschiffchen gab er Autogramme. „Mich beeindruckt vor allem die Unabhängigkeit der Seenotretter. Eigenverantwortlich und spendenfinanziert diese oft gefährlichen Einsätze zu fahren, ist eine große Sache. Jeder von uns sollte diese Arbeit nach Kräften unterstützen“, sagt Klaus Lage.

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Am Stand der Seenotretter hatte der Musiker auch Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder. Harder informierte ihn über die Pläne zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS 2015. Höhepunkte werden der 150. Geburtstag der DGzRS am 29. Mai 2015 in Bremen und eine sich anschließende Woche der Seenotretter in Bremerhaven sein. Geplant sind unter anderem die Taufen zweier neuer DGzRS-Einheiten, eine Parade zahlreicher Rettungsboote aus dem In- und Ausland sowie umfangreiche Besichtigungsmöglichkeiten für die interessierte Öffentlichkeit.

Mit Blick auf das Unglück des Seenotkreuzers Adolph Bermpohlauf den Tag genau vor 47 Jahren, am 23. Februar 1967, erinnerte Harder daran, dass die Arbeit der Seenotretter auch in modernen Zeiten nicht frei von Risiken ist. Die Adolph Bermpohl hatte seinerzeit im Orkan vor Helgoland ihre gesamte vierköpfige Besatzung und drei zuvor gerettete niederländische Fischer verloren.

Für die Messebesucher der Boatfit standen praktische Tipps aus erster Hand für das richtige Verhalten im Seenotfall im Vordergrund. Ulrich Fader, Vormann des in Bremerhaven stationierten Seenotkreuzers Hermann Rudolf Meyer, berichtete von seinen Einsätzen und gab auf der Expertenbühne Tipps für den richtigen Umgang mit Seefunkgerät und Rettungsmitteln.

Die Seenotretter haben ein arbeitsreiches Jahr 2013 hinter sich: Bei 2.081 Einsätzen retteten sie 65 Menschen aus Seenot und befreiten 653 weitere aus gefährlichen Situationen. Fast 81.000 Menschen verdanken ihnen seit Gründung der DGzRS im Jahr 1865 schnelle Hilfe. Nach wie vor finanzieren die Seenotretter ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch Spenden.

Foto: DGzRS/Die Seenotretter

 

 

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