Orkan Xaver zwingt Reedereien zu neuen Routen: AIDAsol und andere Kreuzfahrtschiffe betroffen

 a_orkan_wetter_sturmflut_welleOrkan „Xaver“ soll am Donnerstag Hamburg erreichen und Experten gehen davon aus, dass einer der stärksten Winterstürme der letzten Jahre im Anmarsch ist. Das bleibt natürlich auch nicht für die Schifffahrt folgenlos. Nicht nur Frachter sind betroffen, sondern auch die ersten Kreuzfahrt-Reedereien planen ihre Routen um oder planen längere Aufenthalte. AIDAsol, die sich zur Stunde im Hafen Zeebrügge aufhält, hat nach Medienberichten einen längeren Aufenthalt. Auch andere Schiffe haben wegen der jünsten Unwetter bereits Probleme bei der Einhaltung ihrer Routen.

AIDAsol Ankunft in HamburgVon Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern ist die Rede; sowohl auf der Nordsee als auch in Küstennähe. An der Elbe richten sich Anwohner und Fachleute auf eine Sturmflut ein. Das recht ungünstige Zusammentreffen von Tide nach Neumond und dem Höhepunkt des Orkans zur gleichen Zeit. Vor allem in der Nacht zu Freitag könnte hier mit dramatischen Folgen zu rechnen sein.

Ich halte euch natürlich – zu allem, was Orkan Xaver betrifft und anrichtet – in diesem Artikel auf dem Laufenden. Gleich bookmarken! :-)

Update, Donnerstag, 5.12.2013, 12:36:
Der Norden bereitet sich weiterhin auf extreme Wetterverhältnisse vor. Auch auf der Meyer Werft wird nicht gearbeitet, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. „Es ist schon ungewöhnlich, dass man den kompletten Betrieb einstellt, aber die Vorhersagen sind so heftig, dass wir diese Maßnahme ergreifen“, erklärte Werftsprecher Peter Hackmann dem Blatt. In den Hallen, und auch auf der Norwegian Getaway, die derzeit in Bremerhaven liege, würden die Arbeiten eingestellt. „Alles, was eine Windangriffsfläche bietet, wird noch einmal zusätzlich gesichert“, so Hackmann in der NOZ.

Update, Donnerstag, 5.12.2013, 11.43:
Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass die Saga Sapphire morgen Abend den Hamburger Hafen verlassen soll. Ob dieser Zeitplan geändert wurde, ist offenbar nicht klar, weil es sich um eine Art Überraschungs-Kreuzfahrt handelte. Die Lage in Hamburg sei jedoch weniger dramatisch, als selbst ARD und ZDF berichten. Etliche Weihnachtsmarkt-Buden seien noch geöffnet; man bereite sich jedoch vor. Mit dem Ankommen der AIDAsol rechnet man jedoch fest für den Samstag.

Update, Donnerstag, 5.12.2013, 09.02 Uhr:
Eine AIDA-Sprecherin bestätigte, dass die AIDAsol einen Tag länger in Zeebrügge bleibt, „wegen des Sturmtiefs auf der Nordsee mit Winden von bis zu 12 Beaufort.“ Während sich die Menschen selbst in NRW auf einen schweren Sturm einstellen, scherzte ein Norddeutscher bei Facebook: „Das büschen Wind!“

Update, Mittwoch, 4.12.2013, 18.01 Uhr:
Timo Rosenberg von Port of Kiel erklärte, dass die Black Watch Kiel schon verlassen hat. Berichte, wonach das Schiff den Orkan in Kiel gewissermaßen aussitzen will, scheinen unzutreffend zu sein.

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