Alles für die Sicherheit: TUI Cruises-Boss begründet Schließung von Decks und andere Einschränkungen

Der Urlaub ist vielen von uns heilig: Erholung im Süden, Norden, Osten oder Westen… Die schönsten Tage oder Wochen des Jahres wollen wir uns durch nichts und niemandem vermiesen lassen. Nachdem ich kürzlich über eine schöne TUI Cruises-Kreuzfahrt vom Mittelmeer bis nach Dubai berichtet habe, erreichte mich von einem Leser, der nicht genannt werden möchte, eine Beschwerde: Warum ich denn ausgerechnet diese Route empfehlen würde? Da müsse man an einigen Tagen mit Einschränkungen leben: Ab 18 Uhr dürfe man den Balkon nicht betreten, abends seien nahezu alle Bordaktivitäten eingeschränkt, Bars seien geschlossen und das Schiff abgedunkelt. Ich habe Richard J. Vogel, Chief Executive Officer von TUI Cruises auf diese Erlebnisse angesprochen. In einem Interview schildert der TUI Cruises-Chef die Hintergründe und Details.

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Captain Kreuzfahrt: Hallo, Herr Vogel. Ein Leser meines Blogs hat mich auf eigenartige Erlebnisse auf der Mittelmeer-Dubai-Route angesprochen und vermutet Sicherheitsbedenken hinter diesen Vorkehrungen. Gab es schon denn schon einmal einen Piratenangriff auf ein Mitglied der Mein Schiff Flotte?
Richard J. Vogel: Nein. Es wurde noch kein Kreuzfahrtschiff unserer Größe jemals angegriffen.

Captain Kreuzfahrt: Ist es korrekt, dass auf bestimmten Reisen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen gelten? Wenn dem so ist: Welcher Art sind sie und auf welchen Routen?
Richard J. Vogel: Die Sicherheit unserer Gäste, der Crew und unserer Schiffe hat grundsätzlich immer oberste Priorität. Nur im Fall der a_kreuzfahrt_tui_cruises_richard_j_vogel_potraitPositionierungsreisen „Dubai trifft Mittelmeer“ beziehungsweise „Mittelmeer trifft Dubai“ ergreifen wir zusätzliche Maßnahmen, wenn wir die bekannten Piraten-Gebiete durchqueren.

Ein Großteil davon liegt im Golf von Aden und geht ins Rote Meer über. Dafür sind wir im ständigen Kontakt mit Militär- und Sicherheitsexperten. Daher wissen wir, dass die Frequenz von Piraten-Angriffen deutlich gesunken ist. Schiffstypen wie unsere sind zudem infolge ihrer Wendigkeit und Schnelligkeit kaum gefährdet. Des Weiteren wurde noch nie ein Kreuzfahrtschiff unserer Größe angegriffen. Zusätzlich fahren wir eine Route, die besonders von internationalen Marine-Schutztruppen kontrolliert wird. Alle Schiffe, die aus dem Orient nach Europa fahren, müssen durch den Golf von Aden fahren – es gibt hierzu keine Alternative. Daher bieten wir als Positionierungsreisen die Reisen „Dubai trifft Mittelmeer“ und „Mittelmeer trifft Dubai“, welche darüber hinaus sehr attraktiv sind, an. Wir sind uns sicher, dass unsere Gäste trotz einiger Einschränkungen infolge von zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, eine Wohlfühl-Kreuzfahrt an Bord erleben werden.

Captain Kreuzfahrt: Müssen Reisende mit Einschränkungen bei bestimmten Routen rechnen? (Balkon-Nutzung / Schließen von Bars / Decks?) Falls ja, warum, auf welchen Routen?
Richard J. Vogel: Auf den Positionierungsreisen „Dubai trifft Mittelmeer“ bzw. „Mittelmeer trifft Dubai“ wird es infolge von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen einige Einschränkungen geben. Im letzten Jahr waren die Vorkehrungen unter anderem wie folgt: In den wenigen Tagen der Durchquerung der bekannten Piraten-Gebiete wurden die Außendecks außer dem Pooldeck von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang geschlossen. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum so viele Außenlichter wie möglich ausgeschaltet, um die Sehkraft im Dunkeln zu verbessern. In diesen Nächten haben wir die Gäste außerdem gebeten, die Vorhänge in den Kabinen geschlossen zu halten und empfohlen, den Balkon nicht zu beleuchten bzw. nicht zu nutzen. Natürlich können sich die Vorkehrungen jederzeit entsprechend der aktuellen Situation ändern – das heißt, dass es sowohl zu Lockerungen als auch Verschärfungen kommen kann.

Captain Kreuzfahrt: Wie reagieren Sie auf Kritik, wenn Ihren Gästen diese Maßnahmen nicht zusagen?
Richard J. Vogel: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns dazu nicht äußern, da wir dazu keine allgemeingültige Aussage treffen können, sondern jede Reklamation individuell betrachten. Unabhängig davon gilt, dass wir auch auf das Verständnis bei unseren Gästen setzen, denn schließlich sind das reine Sicherheitsvorkehrungen, die am Ende ja auch von uns als verantwortungsbewusster Kreuzfahrtanbieter erwartet werden.

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Wie sind eure Erfahrungen auf der Mein Schiff 2 und mit TUI Cruises? Ich freue mich auf eure Kommentare! :)

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